Panorama
Montag, 17. November 2008

Der "Teufelshauch": Santa-Ana-Winde

Die Santa-Ana-Winde, auch "Teufelswinde", "Teufelshauch" oder "roter Wind" genannt, sind heiße und trockene, föhnartige Winde, die speziell im Süden Kaliforniens auftreten. Sie sind nach dem gleichnamigen Santa-Ana-Canyon vor Los Angeles benannt, durch den sie mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Küste wehen. Die Winde trocknen die Vegetation aus und erhöhen so die Gefahr von Wald- und Buschbränden. Durch ihre Geschwindigkeit von bis zu 100 Stundenkilometern fachen sie bestehende Feuer zusätzlich an. Ähnlich wie Föhn in den Alpen sind die Santa-Ana-Winde sehr böig und daher extrem tückisch.

Die "Teufelswinde" entstehen vorwiegend im Herbst und frühen Winter, wenn sich ein starkes Hochdruckgebiet über dem Hochplateau von Nevada und Utah zwischen der Sierra Nevada und den Rocky Mountains bildet. Die normalerweise kalte und ohnehin trockene Luft der Wüste drängt dann in südwestlicher Richtung abwärts in die engen Schluchten und Pässe vor der kalifornischen Küste. Dort erwärmt sie sich durch Kompression und Reibung und gewinnt massiv an Geschwindigkeit. Die relative Luftfeuchtigkeit kann auf weniger als 10 Prozent sinken.

Quelle: n-tv.de