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Verschwundene Familie Schwager hat Tötung gestanden

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Im Haus der Familie fanden sich beunruhigende Spuren.

(Foto: imago/PanoramiC)

Seit mehr als zwei Wochen ist eine französische Familie verschwunden. Nun bestätigen sich die schlimmsten Befürchtungen. Eine Schwester des Familienvaters und ihr Mann werden festgenommen. Und es gibt ein Geständnis.

Im Fall der in Frankreich verschwundenen vierköpfigen Familie Troadec hat die Polizei die Schwester des Familienvaters und deren Mann festgenommen. Der Staatsanwalt von Nantes, Pierre Sennés, bestätigte inzwischen, dass zwei Personen am Sonntag in Gewahrsam genommen wurden.

Demnach gestand der Schwager des Familienvaters, die Eltern und ihre beiden erwachsenen Kinder getötet zu haben. Der Grund war demnach ein Erbschaftsstreit. Wie aus Ermittlerkreisen verlautete, soll es bei dem Streit um die Aufteilung einer vermuteten Gold-Erbschaft gegangen sein. Zwar gab es zunächst keine Informationen zum genauen Tathergang und dem Fundort der Leichen - doch war von "besonders schäbigen" Tatumständen die Rede. Seine Frau schweigt seit ihrer Festnahme. Ihre Rolle sei noch unklar, hieß es. Beide sollen einem Richter vorgeführt werden.

Pascal und Brigitte Troadec sowie ihre Kinder Charlotte und Sébastien sind seit dem 17. Februar verschwunden. Das nun festgenommene Paar war bereits zu Beginn der Ermittlungen vernommen worden. Nun führten DNA-Spuren des Schwagers im Haus der Familie sowie im Auto des Sohnes die Ermittler erneut auf deren Spur.

Viele Spuren

Seit Mitte Februar laufen Ermittlungen wegen Mordes und Entführung. Bei der Durchsuchung des Hauses der Familie waren Blutspuren gefunden worden, die dem 21-jährigen Sebastien und den Eltern zugeordnet werden konnten. Außerdem gehen die Ermittler davon aus, dass jemand versucht hat, Spuren in dem Haus in einem Vorort von Nantes zu beseitigen.

In der Region Brest, wo die Familie herstammt, hatte zudem ein Jogger eine Jeans der 18-jährigen Tochter Charlotte gefunden. Darin befanden sich mehrere Bank- und Treuekarten des Mädchens. Kurz darauf wurden in der Nähe Bücher von Pascal entdeckt. Die Fundorte liegen hunderte Kilometer vom Wohnhaus der Vermissten entfernt. Auch das Auto des jungen Mannes konnten die Ermittler bereits aufspüren. Es stand auf dem Parkplatz einer Kirche in Saint-Nazaire.

Quelle: ntv.de, sba