Panorama

Nach Arztbesuch der Polizei gestellt Schwedischer Häftling türmt wegen Zahnweh

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Wer früh vorsorgt, hat später im Gefängnis weniger Probleme.

(Foto: picture alliance / dpa)

Was tun, wenn man im Gefängnis sitzt und die Wärter einen trotz geschwollenen Gesichts nicht zum Arzt schicken? Richtig, einfach ausbrechen und selbst zum Dentisten gehen.

Wegen akuter Zahnschmerzen ist ein Häftling in Schweden aus seinem Gefängnis ausgebrochen und hat einen Arzt aufgesucht. Wie Mitarbeiter der Haftanstalt in Oestragaard erst jetzt bekannt gaben, türmte der Mann schon Anfang November aus seiner Zelle - zwei Tage vor dem Ablauf seiner einmonatigen Freiheitsstrafe. Nach erfolgter Behandlung habe sich der 51-Jährige aber umgehend wieder in die Hände der Polizei begeben. Seine Haft wurde daraufhin um 24 Stunden verlängert, um die vorübergehende Abwesenheit wettzumachen.

Der Mann hatte sich bei der Gefängnisleitung schon vier Tage vor seiner geplanten Entlassung über die Zahnschmerzen beklagt, stieß dort aber auf taube Ohren. "Mein ganzes Gesicht war total geschwollen", erzählte er der schwedischen Tageszeitung "Dagens Nyheter" später. "Am Ende habe ich es einfach nicht mehr ausgehalten." Nachdem er sich inzwischen wieder auf freiem Fuß befinde, müsse er jetzt bloß noch die Zahnarztrechnung begleichen.

Quelle: n-tv.de, jve/AFP