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Strengere Regeln auf Mallorca Sechs Dinge, die in Palma verboten werden

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Sangria aus Eimern trinken ist außerhalb von Kneipen und Bars schon seit 2011 verboten.

(Foto: picture alliance / dpa)

Teile Mallorcas sind unumstrittene Partyzone - zumindest in der Hauptstadt Palma soll sich das noch in diesem Jahr ändern. Der Gemeinderat verabschiedet dort neue Benimmregeln, die Auswüchse des Tourismus begrenzen sollen.

Auf Mallorca so richtig die Sau rauszulassen, das gehört für viele Deutsche zu einem gelungenen Sommer. Doch viele Einheimische haben davon schon lange die Nase voll. Jetzt verabschiedet der Gemeinderat in Palma neue Benimmregeln. Laut "Mallorca-Zeitung" sollen Verstöße mit 50 bis 600 Euro geahndet werden, Sofortzahler erhielten hingegen 50 Prozent Rabatt.

Die Regeln drückten die Abgeordneten der konservativen Regierung durch - die linken Parteien stimmten geschlossen dagegen. Denn die Regeln sollen auch Bettler, Straßenkünstler und fliegende Händler vertreiben. Auch die Versammlungsfreiheit könnte eingeschränkt werden. Die neuen, strengen Benimmregeln sollen nach einer mehrwöchigen Informationskampagne ab Juni im erweiterten Strandbereich und ab September im gesamten Stadtgebiet gelten.

Die wichtigsten Regeln für Touristen betreffen

Öffentliches Urinieren: Wohl etwas, dass Einheimische an Krawall-Touristen am meisten stört. Das Wildpinkeln müssen sich diese demnächst verkneifen. Es sei denn, wie es in der Vorlage heißt, man befindet sich in den dafür vorgesehenen Örtlichkeiten.

Öffentliches Alkoholtrinken: Müssen sich Mallorca-Touristen wohl abgewöhnen. Zumindest dann, wenn es Nachbarn oder Passanten stören könnte. Oder die öffentliche Ordnung.

Versammlungen: Wenn sich zwei oder mehr Personen versammeln, Lärm machen und die öffentliche Ordnung stören, ist das künftig verboten.

Nacktheit: Auf Mallorca sollen die Menschen nicht mehr nackt oder auch fast nackt herumlaufen dürfen. Ein Mindestmaß an Bekleidung ist laut der Verordnung vorgeschrieben. Dies gilt für den öffentlichen Raum, nicht aber für Schwimmbäder oder den Strand.

Musikinstrumente: Verstärker und Megaphone werden künftig in der Öffentlichkeit verboten sein, ebenso wie jede Form von Trommeln. Auch Musikboxen dürfen nicht genutzt werden.

Prostitution: Die Regierung möchte die Prostitution von der Straße verbannen. Wer eine Hure anspricht, mit ihr verhandelt, muss mit Strafen rechnen - ebenso wie die Prostituierte selbst.

Quelle: ntv.de, vpe

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