Panorama

Streit um Versorgungsansprüche Selbstverbrennung vor Botschaft in Berlin

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Die libysche Botschaft befindet sich in der Podbielskiallee in Berlin-Dahlem.

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor der libyschen Botschaft in Berlin hat sich ein junger Tunesier selbst angezündet und lebensgefährlich verletzt. Ein Sprecher der Berliner Polizei schloss ein politisches Motiv aus. "Bei dem Mann handelt es sich um einen Tunesier Mitte 20, der hier schon mehrfach aufgefallen ist, weil er sich mit der Botschaft um Geldauszahlungen gestritten hat", sagte der Polizeisprecher.

Ein Mitarbeiter der Botschaft sagte, der Mann sei gebürtiger Tunesier, habe aber im libyschen Bürgerkrieg gekämpft. Daher stünden ihm Geldzahlungen zu. Im Mai und Juni seien im jeweils 1000 Euro ausbezahlt worden. Vor einigen Tagen habe er sich mit Rasierklingen selbst verletzt, weil er den Botschafter nicht habe sehen dürfen.

Den Polizeiangaben zufolge tauchte der junge Mann kurz vor 11.00 Uhr mit einer Flasche Lampenöl vor der Botschaft im Stadtteil Dahlem auf. Das Sicherheitspersonal habe ihn wiedererkannt, die Polizei gerufen und den Mann auch angesprochen. Dieser habe sich dennoch mit dem Öl übergossen, sich angezündet und sei über die Straße gerannt. Das Sicherheitspersonal habe ihm das brennende T-Shirt heruntergerissen und das Feuer gelöscht. "Trotzdem ist er durch die Flammen lebensgefährlich verletzt worden", sagte der Sprecher. Der Verletzte wurde nach einer Erstbehandlung vor Ort mit einem Hubschrauber in eine Berliner Spezialklinik gebracht.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa

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