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Corona bei Wiener Sängerknaben? Spürhunde trainieren Virenerkennung

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Die Aktion ist Teil der Ausbildung von Hunden des österreichischen Heeres, die Infektionen künftig mit ihrer feinen Nase aufspüren sollen.

(Foto: picture alliance/dpa/APA)

Im Kampf gegen das Coronavirus wird der Einsatz von Hunden immer interessanter. Zu Forschungszwecken lassen sich nun auch die Wiener Sängerknaben von zwei Spürhunden beschnuppern. Für die Jungen hat die Test-Aktion allerdings noch einen weiteren Vorteil.

Die Wiener Sängerknaben haben Spürhunden des österreichischen Heeres geholfen, mögliche Corona-Infektionen zu erschnüffeln. Bei den rund 130 jungen Sängern und ihren Betreuern wurden zunächst PCR-Tests gemacht. Die Mitglieder des weltberühmten Knabenchors mussten zudem für rund zehn Minuten Masken aufsetzen. Diese Masken wurden in einem luftdichten Behälter dem Militärhundezentrum überreicht.

Sobald die PCR-Resultate vorliegen, dürfen die beiden Spürhunde "Fantasy Forever" und "Piet" die Masken beschnüffeln. Die Trefferquote der Tiere kann dann mit den offiziellen Testergebnissen abgeglichen werden.

Die Aktion ist Teil der Ausbildung der beiden Vierbeiner, die Infektionen künftig mit ihrer feinen Nase aufspüren sollen. Österreichs Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bedankte sich für die Zusammenarbeit der Wiener Sängerknaben mit dem Heer zur Eindämmung der Pandemie.

"PCR-Tests wären für uns als gemeinnütziger Verein nicht leistbar"

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Die Testaktion kommt den Chorknaben aber auch in besonderer Weise zugute: Sängerknaben-Präsident Gerald Wirth betonte die Wichtigkeit regelmäßiger Tests für den Chor: "Wir sind daher froh über die Kooperation mit dem Bundesheer - die PCR-Tests wären für uns als gemeinnütziger Verein nicht leistbar. Schön, dass der Test zur Ausbildung der Corona-Spürhunde verwendet wird."

Die Nutzung von Hunden im Kampf gegen das Coronavirus kommt immer öfter infrage. Ein Pilotprojekt mit Corona-Spürhunden am Flughafen der finnischen Hauptstadt Helsinki hat den Forschern zufolge vielversprechende erste Ergebnisse geliefert. Demnach fanden die Hunde bei 2200 getesteten Passagieren in 0,6 Prozent der Fälle eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Ergebnisse stimmen den Angaben zufolge größtenteils mit den Ergebnissen der Corona-Tests überein, die ebenfalls bei den Passagieren gemacht wurden.

Quelle: ntv.de, can/dpa/AFP