Panorama

Gefälschte Todesanzeige aufgegeben Stalker stellt Mädchen nach

In einer gefälschten Todesanzeige wird ein 17-jähriges Mädchen in Bayern für tot erklärt. Die Anzeige war angeblich im Namen der Angehörigen erschienen, obwohl das Mädchen noch lebt. Die Polizei vermutet, dass ein Stalker hinter der Anzeige steckt. Das Mädchen wird seit Monaten belästigt.

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(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Stalker soll in München eine gefälschte Todesanzeige für eine 17-Jährige aufgegeben haben. Die Polizei versucht, dem Täter auf die Spur zu kommen. Die 17-jährige aus Ismaning bei München war in der Anzeige für tot erklärt worden. Die Traueranzeige war vor wenigen Tagen in der "Süddeutschen Zeitung" im Namen der Angehörigen erschienen, obwohl das Mädchen noch lebt, wie die Zeitung am Samstag berichtete.

Es wird vermutete, dass ein Stalker der 17-Jährigen die Anzeige aufgegeben hat. Das Mädchen werde schon seit Monaten mit Anrufen und Internetnachrichten verfolgt. Ein Polizeisprecher ließ offen, ob es bereits eine Spur gebe.

Die Todesanzeige habe der Täter online aufgeben und eine E-Mail-Adresse angegeben, die den Namen des Vaters des Mädchens trug. Offenbar sei er mit hoher krimineller Energie vorgegangen, heißt es in einer Stellungnahme der "SZ"-Anzeigenabteilung. Man bedauere den Vorgang sehr. "Für uns war in keiner Weise erkennbar, dass hier jemand mit falscher Identität operiert. Wir haben alle Plausibilitätsprüfungen durchgeführt, die üblich sind." Nachdem sich der Vater des Mädchens bei der Anzeigenabteilung gemeldet habe, seien alle Unterlagen der Polizei übergeben worden.

Quelle: n-tv.de, dpa