Panorama

Familienstreit auf Flug "PK 709" Streitenden Männern droht lebenslange Haft

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Verletzt wurde bei der Aktion niemand.

(Foto: dpa)

Zwei Briten mit pakistanischen Wurzeln hatten sich am Freitag beim Rückflug aus Lahore nach Manchester derart in die Haare gekriegt, dass die Crew schließlich Begleitschutz der britischen Luftwaffe anforderte. Den Streithähnen könnte das teuer zu stehen kommen.

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Zwei Typhoon-Abfangjäger hatten die Passagiermaschine nach Standsted begleitet.

(Foto: dpa)

Nach der Notlandung eines Flugzeugs aus Pakistan in London sind die Hintergründe noch immer nicht voll geklärt. Zwei Männer, von denen anscheinend Gefahr ausging, wurden angeklagt und bleiben vorerst in Haft. Das entschied ein Gericht in London. Die beiden Männer im Alter von 30 und 41 Jahren hatten auf dem Flug der Pakistan International Airline (PIA) von Lahore nach Manchester am Freitag damit gedroht, Passagiere und Crew zu töten und das Flugzeug zu sprengen, wie bei Gericht bekannt wurde. Es habe sich aber nur um leere Drohungen gehandelt.

Nach der Landung hatten mehrere Passagiere öffentlich das Vorgehen der Mannschaft an Bord gerügt. Die Crew habe überreagiert, hieß es. Vor Gericht wurde allerdings bekannt, dass die beiden Männer gedroht hätten, das Flugzeug in die Luft zu sprengen. Mitreisende sprachen von leeren Drohungen mit Streit mit der Crew und im Streit untereinander. Das Thema sei von der Crew unverhältnismäßig aufgebläht worden.

Männern droht lebenslange Haft

Die beiden Briten mit pakistanischen Wurzeln waren auf dem Heimflug von der Beerdigung der Mutter des 41-Jährigen, als an Bord ein heftiger Familienstreit ausbrach. Ein PIA-Mitarbeiter sagte, an Bord der Maschine mit der Flugnummer PK 709 sei eine acht- bis zehnköpfige Familie in Streit geraten. Als Besatzungsmitglieder die Streitenden aufgefordert hätten, sich zu beruhigen, hätten sie zur Antwort bekommen, sie sollten verschwinden, andernfalls werde das Flugzeug in die Luft gesprengt. Daher habe die Besatzung einen Notruf abgesetzt. Anschließend waren zwei Kampfjets der britischen Luftwaffe aufgestiegen und hatten das Flugzeug nach Stansted eskortiertet.

Die beiden Männer äußerten sich nicht vor Gericht. Sie sollen bei einer erneuten Anhörung am 5. August auf "schuldig" oder "nicht schuldig" plädieren. Ihre Anwälte kündigten an, dass sie die Vorwürfe zurückweisen wollen. Auf Gefährdung des Luftverkehrs stehen in Großbritannien hohe Freiheitsstrafen, bis hin zu lebenslänglicher Haft.

Quelle: ntv.de, ppo/dpa/AFP

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