Panorama

Italien verstärkt die Überwachung Tausend Flüchtlinge entkommen dem Tod

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Mit Hubschraubern, Booten und Drohnen überwacht Italien die Küste vor Lampedusa.

(Foto: dpa)

Das neue Jahr beginnt mit einem ungewöhnlich heftigen Flüchtlingsansturm auf die italienische Insel Lampedusa. Etwa tausend Afrikaner rettet die Marine innerhalb eines Tages aus dem Wasser. Die Patrouillen an der sizilianischen Küste erhalten nun Hilfe von oben.

Die italienische Marine hat seit Donnerstag mehr als 1000 Menschen gerettet, die auf Booten illegal nach Europa gelangen wollten. Die große Anzahl innerhalb von 24 Stunden zeige, dass der Zustrom von Menschen aus Afrika nicht nachlasse, teilten die Behörden mit.

Nach Angaben der Marine hatten Hubschrauber vier überladene Boote südlich von Sizilien ausgemacht, die kurz vor dem Kentern waren. Zur Rettung der Passagiere seien sechs Marineschiffe dorthin geschickt worden. Die 823 Männer, Frauen und Kinder auf den vier Booten stammten unter anderem aus Ägypten, Pakistan, dem Irak und Tunesien.

Bei weiteren Einsätzen seien 233 Personen aus Eritrea, Nigeria, Somalia, Sambia, Mali und Pakistan gerettet und in die sizilianische Hafenstadt Augusta gebracht worden, teilte die Marine mit. Diese Migranten waren die ersten Flüchtlinge, die im neuen Jahr von Italiens Marine in Sicherheit gebracht worden waren.

Flüchtlingszahl verdoppelt

Nachdem im Oktober 366 Menschen aus Eritrea vor der italienischen Insel Lampedusa ertrunken waren, startete Italien eine breitangelegte Überwachung des Mittelmeeres mit Hubschraubern, Drohnen und Schiffen. Italien ist das Hauptziel von Einwanderern und Flüchtlingen, die auf illegalem Wege über das Mittelmeer ein besseres oder sicheres Leben in der Europäischen Union suchen.

Viele kommen auch über Griechenland und Malta. Nach Angaben des Innenministeriums hat sich die Zahl der ankommenden Flüchtlinge im Jahr 2013 mit nahezu 43.000 mehr als verdreifacht.

Quelle: n-tv.de, lsc/rts/AFP/dpa

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