Panorama

"Kein Anfangsverdacht" Tebartz-van Elst entgeht Ermittlungen

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Tebartz-van Elst musste Limburg verlassen. Er wohnt derzeit in Regensburg.

(Foto: picture alliance / dpa)

Monatelang prüft die Staatsanwaltschaft, ob Ermittlungen wegen Untreue gegen den ehemaligen Limburger Bischof Tebartz-van Elst eingeleitet werden. Die Entscheidung ist gefallen: Nein. Eine weiße Weste hat der Geistliche dennoch nicht.

Der ehemalige Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst entgeht Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Die Justizbehörde teilte mit, sie werde gegen den Geistlichen nicht wegen Untreue ermitteln. Es habe sich kein Anfangsverdacht ergeben. Auch gegen weitere Mitglieder des Vermögensverwaltungsrates werde nicht ermittelt.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft betonte, man habe zwar "etliche Verstöße gegen innerkirchliches Recht" feststellen können; für solche Fälle sei aber nicht die Justiz, sondern die Kirche selbst zuständig.

Seit dem vergangenen Oktober hatten die Ermittler geprüft, ob sie ein Verfahren gegen den Ende März abberufenen Limburger Bischof einleiten. Hintergrund ist die Kostenexplosion am neuen Diözesanzentrum auf dem Limburger Domberg. Eine kirchliche Prüfkommission war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Geistliche dafür die Hauptverantwortung trägt.

Quelle: ntv.de, fma/dpa