Panorama

Briten graben in Auschwitz-Baracken Teenager beim Diebstahl erwischt

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2009 gelang es Dieben den Schriftzug "Arbeit macht frei" zu stehlen.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Im KZ Auschwitz erwischen Wachleute zwei Teenager beim Graben an einer alten Baracke. Bei den Briten werden Haarspangen und Knöpfe gefunden. Ihnen droht wegen des Diebstahls von historischen Objekten eine bis zu zehnjährige Haftstrafe.

Die polnische Polizei hat im früheren Konzentrationslager Auschwitz zwei britische Teenager festgenommen, die dort historische Objekte gestohlen haben sollen. Ein Sprecher der Gedenkstätte sagte, Wachleute hätten die beiden Jugendlichen bei Grabungen erwischt. An der betroffenen Stelle hätten einst Baracken gestanden, in denen die persönlichen Gegenstände der Häftlinge aufbewahrt wurden. Bis heute würden dort Habseligkeiten der NS-Opfer gefunden.

Die Wachen hätten die beiden Briten "festgehalten und entdeckt, dass sie Glasscherben, Knöpfe, Haarspangen und Metallstücke bei sich hatten", sagte der Sprecher.

Ein Sprecher der Polizei, Mariusz Ciarka sagte, er rechne damit, dass sich der Staatsanwalt noch am Dienstag zu einer möglichen Anklage gegen die 1997 und 1998 geborenen Briten äußere. Seinen Angaben zufolge droht den Jugendlichen für das Stehlen von Objekten von historischem Wert eine bis zu zehnjährige Haftstrafe.

Es ist nicht das erste Mal, dass jemand versucht hat, Objekte aus der Gedenkstätte Auschwitz herauszuschmuggeln. Im Jahr 2009 gelang es Dieben, das Schild mit dem Schriftzug "Arbeit macht frei" vom Eingang des Lagers mitzunehmen. Der Schriftzug wurde später - in mehrere Teile zerlegt - gefunden und wieder zusammengeschweißt. Der Auftraggeber dieses Diebstahls, der schwedische Neonazi Anders Högström, wurde zu einer zweieinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt.

Das im Südosten Polens gelegene Lager Auschwitz ist zum Symbol der NS-Vernichtungsmaschinerie geworden. Die Gedenkstätte zählt jedes Jahr mehr als eine Million Besucher aus aller Welt.

Quelle: ntv.de, jki/AFP