Panorama

Spielen statt qualmen Therapie für Kettenraucher-Kind

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Er ist noch kein Nichtraucher, aber es wird besser.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach tagelangen vergeblichen Versuchen haben indonesische Experten offenbar die richtige Methode gefunden, um den zweijährigen Kettenraucher Ardi Rizal von seiner Nikotinsucht zu befreien: Mit Hilfe einer einfachen Spieltherapie sei es gelungen, den kleinen Jungen von 40 auf inzwischen 15 Zigaretten pro Tag herunterzubringen, sagte der Chef der indonesischen Kinderschutzkommission Seto Mulyadi: "Wir beschäftigen ihn mit Spielen, dabei vergisst er das Rauchen."

Darüberhinaus versuchten die Experten, ihm das Rauchen mit drastischen Warnungen zu vermiesen. "Ardi singt gerne, deshalb sagen wir ihm, bei seinem derzeitigen Zigarettenkonsum wird er niemals Sänger werden können. Das funktioniert", berichtet Mulyadi weiter.

Kein Gefahrenbewusstsein

Ardi war durch ein Video auf dem Video-Portal YouTube bekannt geworden, das den kleinen dicken Jungen genüsslich rauchend zeigt. Der Junge von der indonesischen Insel Sumatra war nikotinabhängig geworden, nachdem sein Vater ihm im Alter von 18 Monaten zum ersten Mal eine Zigarette gegeben hatte.

Der Fall hatte ein Schlaglicht auf die aggressive Werbung von Zigarettenherstellern in Indonesien und anderen Schwellen- und Entwicklungsländern geworfen, die auch Kinder als potenzielle Konsumenten anspricht. Viele Menschen wissen dort nicht, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist.

Quelle: ntv.de, AFP