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Samstag, 28. Mai 2016

Großes Aufräumen nach Unwettern: Tief "Elvira" sorgt deutschlandweit für Chaos

Starkregen und Hagelmassen richten in mehreren Bundesländern massiven Schaden an. Dank schwülwarmer "Waschküchenluft" entladen sich zahlreiche Unwetter: Verletzt wird glücklicherweise niemand. Auch für das Restwochenende gibt es keine Entwarnung.

Großes Aufräumen nach Unwettern: Starkregen und Hagelmassen haben in mehreren Bundesländern Schäden angerichtet. In Rheinland-Pfalz war nach einem Erdrutsch sogar ein Zug auf dem Weg nach Trier zwischen Hatzenport und Moselkern entgleist. Verletzt wurde aber niemand.

Im Kreis Düren brauen sich in der Eifel dunkle Wolken zusammen.
Im Kreis Düren brauen sich in der Eifel dunkle Wolken zusammen.(Foto: dpa)

Gewitter mit Unwetterpotenzial sind am Wochenende weiterhin möglich. Tief "Elvira" bringt schwülwarme "Waschküchenluft" von Südwesten her ins Land. n-tv Meteorologe Björn Alexander warnt vor Unwettern und punktuell großen Regenmengen: Durch die schwüle Luft werden die Gewitter insgesamt häufiger und können an Intensität zulegen.

Vielerorts waren Straßen gesperrt, Keller voller Wasser oder Weinberge entlaubt. In einigen Straßen hatten Hagelkörner eine 30 Zentimeter dicke Schicht gebildet. Polizei und Feuerwehren waren in vielen Regionen seit Freitagnachmittag im Dauereinsatz. Auch Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt machte das Unwetter zu schaffen, wie ein Sprecher sagte. Es kam zu 20 Flugausfällen sowie zu Verspätungen und Umleitungen.

Ein Taxifahrer, der in Wiesbaden durch die Regenmassen in seinem Auto eingeschlossen war, musste von den Rettern befreit werden. Im sächsischen Brand-Erbisdorf setzte ein Blitz den Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. Regenmassen machten unter anderem Straßen bei Heidenheim in Baden-Württemberg unpassierbar. In der bayerischen Gemeinde Tuntenhausen kamen Hagelkörner von bis zu drei Zentimetern Durchmesser vom Himmel.

Unwetter gehen unvermindert weiter

Die Meteorologen rechnen auch am Sonntag mit kräftigen Gewittern und Regen. Morgens seien besonders der Westen und Südwesten betroffen. Zum Nachmittag sollen dann fast alle Landesteile mehr oder weniger stark Gewittern ausgesetzt sein. Einige von ihnen könnten sich zu Unwettern entwickeln. Wo genau, sei nicht vorherzusagen.

Zu Beginn der kommenden Woche sollen sich die Gewitter dann in den Nordosten verlagern, wo es nach der Vorhersage des Wetterdiensts wieder zu Unwettern kommen kann. Im Südwesten gebe es dann noch Regen und Regenschauer - aber keine Gewitter mehr. Für den Monatswechsel stehen die Chancen auf einen Wetterwechsel allerdings nicht schlecht: Laut Björn Alexander könnte ein Hoch über Skandinavien trockenere Luft von Osten her bringen. Nur im Süden Deutschlands beziehungsweise in den Alpen dürfte es dann noch länger Schauer und Gewitter geben.

Quelle: n-tv.de