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Pizza, Fischstäbchen und Co. Tiefkühlbranche boomt

Der Deutsche isst durchschnittlich jährlich 40 Kilogramm Tiefkühlkost und greift dabei längst nicht mehr nur zur Pizza. Auch Kartoffeln, Fleisch und Früchte stehen auf dem Tiefkühlspeiseplan. Allerdings ist die Tiefkühlkost bei der jungen Generation nicht so gefragt.

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Die Begeisterung für Tiefkühlkost lässt nach.

(Foto: picture alliance / dpa)

Fisch, Fleisch, Gemüse und Früchte aus dem Tiefkühlfach landen immer häufiger im Einkaufswagen der Verbraucher in Deutschland. In den ersten vier Monaten des Jahres kurbelten diese Lebensmittel das Wachstum der Tiefkühlbranche am stärksten an, wie das Deutsche Tiefkühlinstitut mitteilte. Zulegen konnten aber auch Backwaren, Pizza und Kartoffeln.

Insgesamt stieg der Umsatz mit Lebensmitteln aus der Tiefkühltruhe im Einzelhandel bis Ende April um 3,5 Prozent. "Wenig Zeit für die Mahlzeitzubereitung und eine steigende Zahl an Single-Haushalten fördern den Absatz von "bequemen" Tiefkühlprodukten, die teilweise oder ganz fertig zubereitet sind", hieß es.

Dämpfer nach Pferdefleischskandal

Einen vorübergehenden Dämpfer gab es als Folge des Pferdefleischskandals bei Fertiggerichten, inzwischen sei dieser aber wieder ausgeglichen. Im Durchschnitt isst jeder Mensch nach Angaben des Tiefkühlinstituts, das die Interessen der Hersteller vertritt, mehr als 40 Kilogramm Tiefkühlkost pro Jahr. Verkaufsschlager Nummer eins bleibt die Pizza, von der jeder Verbraucher im Schnitt zehn pro Jahr isst. Ein Klassiker bleiben mit 23 Stück pro Person und Jahr auch Fischstäbchen.

Seit Anfang der 1990er Jahre hat der Verzehr von Tiefkühlkost hierzulande insgesamt um 80 Prozent zugelegt. Die Zeit des stürmischen Wachstums ist aber erst einmal vorbei: Im vergangenen Jahr legte der Absatz nur um 0,2 Prozent zu. Sorgen bereitet der Branche die junge Generation, bei der Tiefkühlkost nicht mehr so hoch im Kurs steht.

Quelle: n-tv.de, dpa

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