Panorama

New Orleans nicht zu retten Totale Evakuierung geplant

Wegen der verheerenden Zerstörung nach dem Hurrikan "Katrina" will die Gouverneurin des US-Bundesstaates Louisiana, Kathleen Blanco, die Stadt New Orleans vollständig evakuieren lassen. "Die Situation ist unhaltbar", sagte Blanco in Baton Rouge. Nach dem Bruch von zwei Dämmen laufe die Stadt rasch mit Wasser voll. Außerdem sei die Hauptwasserleitung gebrochen, so dass es in New Orleans kein Trinkwasser mehr gebe. Die Reparatur des Stromnetzes kann nach den Worten der Gouverneurin eine lange Zeit dauern.

Betroffen von der Evakuierung sind Zehntausende von Menschen, die sich vor dem Sturm in Unterkünften in Sicherheit gebracht hatten oder auf den Dächer ihrer Häuser auf Hilfe warten.

Am Dienstag war über New Orleans bereits der Ausnahmezustand verhängt worden. Die Stadt steuert nach Augenzeugenberichten auf eine humanitäre Katastrophe zu. Nach Angaben des US-Fernsehsenders Fox News gibt es im Umkreis von knapp 100 Kilometer weder Milch, Nahrungsmitteln noch Benzin. Wegen des vollständigen Zusammenbruchs der Stromversorgung funktionieren weder Fernsehen, Telefone oder Licht.

Der Bürgermeister von New Orleans, Ray Nagin, rechnet damit, dass in frühestens zwei Monaten die Stromversorgung wieder funktioniert und die Schulen geöffnet werden können.

Angesichts des Mangels an Nahrungsmitteln und Trinkwasser und Sommertemperaturen von bis zu 33 Grad Celsius kam es nach Augenzeugenberichten zu Dutzenden von Plünderungen.

Quelle: ntv.de