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Autobomben explodieren vor Hotel Tote und Verletzte bei Anschlag in Thailand

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Bereits im Anfang August hatte es in Thailand Anschläge gegeben. Nun explodierten erneut Sprengsätze.

AP

Im Süden Thailands sind nahe eines Hotels zwei Autobomben detoniert. Nur 20 Minuten liegen zwischen den Explosionen. Eine Frau wird getötet, Dutzende Menschen verletzt.

Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Hotel im Süden Thailands ist ein Mensch getötet worden. Mehr als 30 Menschen seien zum Teil schwer verletzt worden, als der Sprengsatz am Dienstag in der muslimisch geprägten Provinz Pattani detonierte, teilte die Polizei mit. An dem Hotelgebäude sei "beträchtlicher Schaden" entstanden. Nach Krankenhausangaben waren unter den Opfern keine Ausländer.

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In der muslimisch geprägten Provinz Pattani seien am späten Dienstagabend zwei Autobomben detoniert. Bei der ersten Explosion sei niemand verletzt worden. Die Frau sei bei dem zweiten Autobombenattentat vor einem Hotel getötet worden.

Beide Anschlagsorte lagen dicht beieinander - die Sprengsätze zündeten nach Angaben der Polizei vor und hinter vom Southern Hotel. Die Detonationen ereigneten sich in einem Abstand von 20 Minuten, schreibt "Bangkok Post". Bislang hat sich noch keine Gruppierung zu dem Anschlag bekannt.

Rückschlag für Thailands Militärführung

In der muslimischen Region an der Grenze zu Malaysia kämpfen seit langem Aufständische gegen die thailändische Regierung in Bangkok. Viele westliche Botschaften - unter ihnen auch das Auswärtige Amt - raten ihren Bürgern dringend von Reisen in die Gegend ab. Beinahe täglich werden dort Gewalttaten registriert.

Erst vor zwei Wochen waren in fünf Städten im Süden Thailands mindestens zehn Sprengsätze explodiert. Die Täter hatten vor allem Urlaubsorte im Visier. Vier Menschen starben, 35 wurden verletzt. Unter den verletzten Touristen waren auch vier Deutsche. Bei den Toten handelte es sich um Thailänder. Die Ermittler machten damals eine einzige Gruppe für die Angriffe verantwortlich, nannte jedoch keine Einzelheiten.

Für Thailands Militärführung war die Anschlagserie ein Rückschlag. Nachdem sie sich 2014 an die Macht geputscht hatte, stellte sie sich als Garant für Stabilität und Sicherheit dar. Wenige Tage vor den Anschlägen hatte die Militärführung in einer Volksabstimmung eine neue Verfassung absegnen lassen, die Kritiker als Versuch einer Zementierung der Militärherrschaft werten.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa/rts/AFP

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