Panorama

Teures Selfie Touristen kratzen Initialen ins Kolosseum

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(Foto: picture alliance / dpa)

Im Urlaub Fotos von Sehenswürdigkeiten zu schießen, gehört zum Standardrepertoire eines Urlaubers. Zwei US-Amerikanerinnen ist das jedoch nicht genug: Während einer Führung durch Roms Wahrzeichen kommen sie auf eine besondere Idee.

Zwei Touristinnen aus Kalifornien haben in Rom eine unangenehme Bekanntschaft gemacht: mit dem italienischen Justizsystem. Die beiden Frauen entfernten sich während einer Führung durch das Kolosseum von ihrer Gruppe und ritzten ihre Initialen in eine Wand. Im Anschluss posierten sie für ein Selfie, wie italienische Medien berichten.

Die beiden Frauen, 21 und 25 Jahre alt, benutzten eine Münze um die acht Zentimeter großen Buchstaben "J" und "N" in die Wand der Westseite des römischen Amphitheaters zu kratzen. Mitreisende beobachteten das Geschehen und benachrichtigten die Polizei.

Die jungen Frauen, deren Namen nicht genannt wurden, wurden wegen "schwerem Schaden an einem historischen Gebäude von künstlerischem Interesse" angeklagt. Obwohl Schilder gegen Vandalismus auf Italienisch und Englisch überall im Kolosseum zu finden sind, sagten die Mädchen, sie seien sich nicht bewusst gewesen, dass es eine Straftat sei, ein 2085 Jahre altes Kunstwerk zu beschädigen.

"Wir waren uns nicht darüber im Klaren, dass es sich dabei um etwas so Scherwiegendes handelt", werden sie in den Berichten zitiert. An die Regeln würden sie sich nun "ein Leben lang" erinnern. Im vergangenen Jahr musste ein russischer Tourist, der seinen Namen in das Kolosseum gekratzt hatte, 20.000 Euro Strafe zahlen.

Quelle: ntv.de, jki