Panorama

Leck zwingt Betreiber zum Handeln Tschechisches AKW schaltet Reaktoren ab

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Das tschechische AKW Dukovany bautgerade neue Kühltürme, um dem EU-Stresstest zu genügen.

(Foto: REUTERS)

Ein Wasserleck in vier Metern Tiefe zwingt den Betreiber des tschechischen Atomkraftwerks Dukovany in die Knie. Weil der die Leitung nicht schnell genug reparieren kann, muss er die Hälfte der Reaktorblöcke vom Netz nehmen.

Im tschechischen Atomkraftwerk Dukovany sind zwei der vier Reaktorblöcke unplanmäßig abgeschaltet und vom Netz genommen worden. Grund dafür sei eine undichte Kühlwasserleitung, teilte ein Sprecher des Kraftwerkbetreibers CEZ mit. Das Wasser diene zur Kühlung wichtiger Sicherheitssysteme.

Unklar ist, wie lange die beiden Reaktorblöcke außer Betrieb bleiben werden. Die Beseitigung des Lecks in vier Metern Tiefe werde mehrere Tage dauern, sagte der Sprecher. Die beiden übrigen Blöcke bleiben nach Angaben des Kraftwerkbetreibers weiterhin im vollen Betrieb.

Offenbar wurde der Schaden an der Wasserleitung bereits am Montag entdeckt. Die Sicherheitsmaßnahmen ermöglichten es aber, betroffene Reaktorblöcke noch bis zu drei Tage lang betreiben zu können. Dieser Zeitraum habe aber nicht gereicht, um die Reparatur durchzuführen, so der Sprecher weiter.

Den Angaben zufolge ist es der erste derartige Schaden an den Leitungen zu den Kühltürmen in 30 Jahren. Als Ursache kämen Erschütterungen durch schwere Baufahrzeuge in Betracht. In Dukovany werden derzeit neue Kühltürme gebaut, um den Stresstest-Kriterien der EU standzuhalten.

Quelle: ntv.de, fma/dpa

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