Panorama

Mitten in Berliner Touristenviertel Türsteher stirbt nach Schießerei

Der Partyabend neigt sich bereits dem Ende entgegen, der Türsteher des "Soda / Club 23" hofft, bald Feierabend machen zu können. Da fallen auf dem Gelände der Kulturbrauerei mehrere Schüsse.

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Die Polizei sieht kein offensichtliches Motiv.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein Türsteher ist vor einem Club in Berlin-Prenzlauer Berg niedergeschossen worden. Ersten Erkenntnissen zufolge fielen auf dem Gelände der Kulturbrauerei gegen 5.20 Uhr mindestens vier Schüsse.

Dabei wurde der 39 Jahre alte Türsteher schwer verletzt. Der Mann, der laut "Berliner Morgenpost" für eine Sicherheitsfirma arbeitete, starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Tat soll sich direkt vor dem "Soda / Club 23" ereignet haben, der Täter konnte zunächst entkommen. Ob der Tote und der Täter sich kannten, ist nicht klar.

Vor den Schüssen soll es im Klub zu Rangeleien gekommen sein. Der Tote wohnt auch im Prenzlauer Berg. Er war etwa 150 Kilogramm schwer. Seine Bekannten bezeichneten ihn der "Berliner Zeitung" zufolge als sanften Riesen. Verbindungen zu Mitgliedern der Rockerszene, die häufig als Türsteher arbeiten, schließt die Polizei aus. Die Hintergründe der Tat sowie Einzelheiten zur Tatwaffe und zum Tatmotiv sowie zum Täter sind bislang noch ungeklärt.

Die Kriminalpolizei ist vor Ort, eine Mordkommission hat die Ermittlungen aufgenommen. Für die Spurensicherung wurde das auch bei Touristen beliebte Gebiet weiträumig abgesperrt.

Auf dem Gelände der Kulturbrauerei sollte am Sonntag eigentlich das Kinderfest "Der Berg tobt" stattfinden. Angesichts der Umstände wurde das Fest, das Vereine, Parteien und Firmen organisiert hatten und das in der 7. Auflage stattfinden sollte, aber abgesagt. Mehrere Eltern, die mit ihren Kindern in die Kulturbrauerei gekommen waren, konnten das Gelände nicht betreten. "So kurz nach einem derartigen Vorfall kann man hier einfach kein lustiges Kinderfest veranstalten", sagte der  Veranstalter dem "Tagesspiegel".

Auf der Facebook-Seite drückten die Club-Betreiber ihre Trauer aus: "Wir sind betroffen und fassungslos, denn wir haben heute einen langjährigen Mitarbeiter und Freund verloren!"

Quelle: ntv.de, sba/dpa

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