Panorama

Katastrophe von Fukushima UN untersuchen Konsequenzen

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Das havarierte Atomkraftwerk Fukushima: Noch ist die Gefahr nicht gebannt.

REUTERS

Der havarierte Reaktor von Fukushima soll nun auch Thema einer UN-Expertenkommission werden. Hochrangige Fachleute wollen im September über Konsequenzen aus der Katastrophe beraten. Erstmals besuchen ausländische Staatsgäste die Unglücksregion.

Die Vereinten Nationen haben eine umfangreiche Untersuchung der Konsequenzen der Atomkatastrophe im japanischen Die Wahrheit findet ihren Weg angeordnet. Beleuchtet werden sollten Folgerungen für die Bereiche Umwelt, Gesundheit, Nahrungsmittelsicherheit, nachhaltige Entwicklung und Atomsicherheit, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon. Bei einem Treffen ranghoher UN-Experten am 22. September sollten auch Vorschläge zur besseren Vorsorge gegen Katastrophen beraten werden.

Die Führer von Japan, China und Südkorea besuchten indes gemeinsam die Katastrophenregion im Nordosten Japans. Der chinesische Premier Wen Jiabao, Südkoreas Präsident Lee Myung Bak und Japans Ministerpräsident Naoto Kan wollten sich in der Provinz Fukushima treffen, wo auch der havarierte Atomreaktor steht. Es ist das erste Mal, dass ausländische Führer die Unglücksregion besuchen.

"Ich hoffe, dass Japan schnell wieder aufgebaut wird", sagte der südkoreanische Präsident in der mit am schwersten vom Megabeben und Tsunami am 11. März verwüsteten Provinz Miyagi. In der Provinzhauptstadt Fukushima wollten die Staatschefs den Opfern in einem Notlager Trost spenden und Mut machen.

Staaten nähern sich an

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Der chinesische Premier Wen (r), Südkoreas Präsident Lee (3. von l) und Japans Ministerpräsident Kan (2. von l) probieren Tomaten aus der Fukushima-Region.

(Foto: dpa)

China und Südkorea hatten frühzeitig Rettungsteams nach Japan geschickt. Die Beziehungen der beiden Länder mit Japan waren in der Vergangenheit immer wieder durch Japans Umgang mit seiner kriegerischen Vergangenheit sowie Territorialstreitigkeiten belastet. Nach Einschätzung des japanischen Premiers Kan ist das Verhältnis zu den Nachbarstaaten seit der Katastrophe jedoch wieder enger geworden.

Nach dem schweren Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami in Japan am 11. März war das Atomkraftwerk Fukushima havariert. Der Ausfall der Kühlsysteme sorgte für eine Überhitzung der Reaktoren und löste die schwerste Atomkatastrophe seit vor 25 Jahren aus.

 

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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