Panorama

Nicht-Christen sind außen vor US-Gouverneur verweigert Liebe

Menschen, die keine Christen sind, werden zum neuen Gouverneur von Alabama keine so enge Beziehung haben können wie jene, die an Jesus Christus glauben. Robert Bentley sorgt mit dieser Klarstellung bei seiner Antrittsrede für reichlich Wirbel in den USA. Derweil erlässt die britische Regierung ein Einreiseverbot gegen den umstrittenen US-Pastor Terry Jones.

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Robert Bentley distanziert sich von Nicht-Christen und erntet dafür eine Menge Kritik.

(Foto: AP)

Ein neuer republikanischer US-Gouverneur sorgt für Empörung in den USA: In seiner Antrittsrede hat er sich von Nicht-Christen distanziert. "Jedem, der heute hier ist und der nicht Jesus Christus als seinen Erlöser anzeptiert hat, sage ich, du bist nicht mein Bruder, du bist nicht meine Schwester", sagte Robert Bentley nach Angaben des US-Senders ABC während einer Andacht in einer Kirche in Birmingham kurz nach seiner Vereidigung als Gouverneur von Alabama.

Menschen, die keine Christen seien, könnten keine so enge Beziehung zu ihm haben wie jene, die an Christus glaubten, wurde Bentley weiter zitiert.

Der Präsident der Bürgerrechtsvereinigung American Atheists, David Silverman, bezeichnete die Äußerungen als "verabscheuungswürdig". Ein führender Vertreter der Anti Defamation League (Anti-Diffamierungsliga) nannte es "schmerzlich", dass sich ein Gouverneur hinstelle und sage, "Nicht-Christen verdienen keine Liebe und keinen Respekt".

London lässt Jones nicht ins Land

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Jones hat nicht das Privileg, ins Vereinigte Königreich einzureisen.

(Foto: dpa)

Unterdessen hat die britische Regierung ein Einreiseverbot gegen den umstrittenen US-Pastor Terry Jones erlassen. "Die Regierung lehnt Extremismus in jeglicher Form ab", begründete ein Sprecher des britischen Innenministeriums den Schritt. Es sei ein "Privileg und kein Recht", ins Vereinigte Königreich einzureisen. Jones hatte weltweit für Empörung gesorgt, als er 2010 am Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September in seiner Gemeinde in Florida den Koran verbrennen wollte. Er sagte die Aktion schließlich ab.

Der radikale US-Pastor wollte nach Großbritannien reisen und in London eine Veranstaltung abhalten.

Quelle: n-tv.de, dpa/AFP

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