Panorama

Überschwemmungen auf Philippinen Über 130 Menschen sterben bei Tropensturm

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Rettungskräfte bringen Einwohner von City of Cagayan de Oro in Sicherheit.

(Foto: ERIK DE CASTRO)

Ein heftiger Sturm fegt über die südlichen Philippinen hinweg. Flüsse treten über die Ufer, Schlammlawinen zerstören Häuser, ein ganzes Dorf wird weggeschwemmt. Die Zahl der Toten und Verletzten könnte noch weiter steigen.

Mehr als 130 Menschen sind bei einem Tropensturm auf den Philippinen ums Leben gekommen. Auf Mindanao, der zweitgrößten philippinischen Insel, wurden bislang 133 Menschen geborgen, wie die Polizei erklärte. Der Sturm war am Freitag an der Ostküste von Mindanao im Süden der Philippinen auf Land getroffen. Heftige Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Allein aus dem Fluss Salog wurden 36 Leichen geborgen. Auch die Behörden auf der verarmten Halbinsel Zamboanga meldeten Todesopfer.

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Viele Straßen sind überschwemmt.

(Foto: ERIK DE CASTRO)

Besonders schwer wurde auch die Region um die Stadt Tubod getroffen. Das Bergdorf Dalama wurde nach Polizeiangaben vollständig zerstört. Ein Fluss sei über die Ufer getreten und habe fast alle Häuser weggeschwemmt, sagte ein Polizist aus Tubod. "Das Dorf ist nicht mehr da." Geröll- und Schlammlawinen zerstörten nach Behördenangaben zudem Dutzende Häuser in der Stadt Piagapo.

Von Mindanao, wo mehr als 20 Millionen Menschen leben, zog der Sturm mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 95 Stundenkilometern weiter nach Westen über die Sulusee. Montag dürfte der Sturm die Philippinen verlassen haben, teilte der Wetterdienst mit. Erst vor knapp einer Woche war der Tropensturm "Kai-Tak" mit heftigen Regenfällen über die Philippinen hinweggezogen. 54 Menschen kamen ums Leben, 24 weitere werden noch vermisst.

Die Philippinen werden jedes Jahr von rund 20 Taifunen und anderen Stürmen heimgesucht. Dabei kommen häufig zahlreiche Menschen ums Leben. Zu den schlimmsten Stürmen in der jüngeren Vergangenheit zählte der Supertaifun "Haiyan", der das Land im November 2013 traf. Mehr als 7350 Menschen wurden getötet, ganze Städte verwüstet.

Quelle: ntv.de, hul/AFP/rts

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