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Luftwaffe schickt Spezial-Airbus Überlebende des Busunglücks landen in Köln

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Der Spezial-Airbus landet in Köln.

(Foto: REUTERS)

Die Bundeswehr schickt ihre fliegende Intensiv-Station nach Madeira, um die Überlebenden des Busunglücks auf der portugiesischen Insel abzuholen. Nun landen 15 Verletzte mit dem Airbus in Köln. Sie kommen aus vier Bundesländern.

Die meisten Überlebenden der Buskatastrophe von Madeira sind wieder zurück in Deutschland. Drei Tage nach dem Unglück mit 29 Toten wurden die 15 Verletzten mit einer Sondermaschine der Bundeswehr von der portugiesischen Ferieninsel nach Köln gebracht. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet begrüßte die Verletzten nach Angaben der Staatskanzlei im militärischen Teil des Flughafens in Köln-Wahn.

Die Überlebenden an Bord der Maschine stammen aus Nordrhein-Westfalen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg, wie die Stadt Köln mitteilte. Der Rettungsdienst der Domstadt stehe mit seinen Teams und Fahrzeugen für den Weitertransport der unterschiedlich schwer Verletzten bereit. Die Identität der 29 Getöteten war auch nach der Autopsie weiterhin nicht abschließend geklärt. Ebenso gab es noch keine endgültigen Aussagen zur Unfallursache.

Mehrere Krankenwagen waren vor der Landung der Maschine im Konvoi zum Flughafen gefahren. Das Flugzeug erreichte Köln nach Angaben der Luftwaffe um kurz nach 17 Uhr. Laschet dankte den Rettungssanitätern, Ärzten und der Besatzung der fliegenden Intensivstation des Airbus "MedEvac".

Bei dem Unglück in Madeira waren am Mittwochabend 29 Insassen des Reisebusses ums Leben gekommen, 27 erlitten Verletzungen. Sieben Betroffene wollten nach Angaben des Reiseveranstalters trendtours am Samstag mit normalen Flügen heimkehren. Eine verletzte Frau ist noch nicht transportfähig, sie liegt noch in einem Krankenhaus auf Madeira. Auch der Fahrer des Busses und die Reiseleiterin, beides Portugiesen, liegen noch im Krankenhaus.

Autopsie der Todesopfer abgeschlossen

Der Reisebus war aus noch immer nicht geklärter Ursache von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich an einem Abhang überschlagen und war in ein Wohnhaus gestürzt. Der Unfall ereignete sich nur wenige Minuten, nachdem der Bus vom Hotel "Quinta Splendida" in dem Ort Caniço nahe Funchal abgefahren war. Als mögliche Auslöser der Katastrophe gelten entweder ein eingeklemmtes Gaspedal oder ein Bremsversagen. Jedoch wird weiterhin ermittelt.

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Rechtsmediziner auf der Atlantikinsel haben derweil die Autopsie der 29 Toten abgeschlossen. Die Obduktion der aus Deutschland stammenden Opfer sei vom Nationalen Institut für Rechtsmedizin und Forensische Wissenschaften (INMLCF) in Zusammenarbeit mit der Polizei durchgeführt worden, zitierten portugiesische Medien eine Mitteilung des Justizministeriums vom Freitagabend.

Aus Deutschland wurden aber noch Akten mit Fingerabdrücken und zahnärztlichen Daten erwartet, die die endgültige Identifizierung der Toten ermöglichen sollen, hieß es. Wann Einzelheiten zu den Opfern und ihren Herkunftsorten in Deutschland bekannt gegeben werden sollen, ist bisher unklar.

Die britische Königin Elizabeth II. schickte nach dem Unglück ein Kondolenzschreiben nach Deutschland. "Prinz Philip und ich waren zutiefst betrübt über die Nachricht von dem Busunfall auf Madeira", schrieb die Queen an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. "Wir drücken unser aufrichtiges Beileid aus, unsere Gedanken und Gebete sind bei den Familien und Angehörigen der Betroffenen." Das Schreiben wurde auf dem Twitter-Account der britischen Königsfamilie veröffentlicht.

Quelle: n-tv.de, mli/dpa

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