Panorama

Messerangriff in Hildesheim Unbekannter sticht Richter nieder

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Die Polizei erhofft sich, den Täter aufgrund der ungewöhnlichen Waffe stellen zu können.

(Foto: Polizei Hildesheim)

Nur knapp überlebt ein Richter in in Hildesheim eine brutale Messerattacke. Der Täter kann unerkannt entkommen. Hinweise erhofft sich die Polizei von der ungewöhnlichen Tatwaffe.

Ein Richter des Landgerichts Hildesheim ist von einem Unbekannten durch einen Messerstich in den Rücken schwer verletzt worden. Der 60-jährige Jurist war nach Angaben der Ermittler gestern Abend mit dem Fahrrad in einem Außenstadtteil von Hildesheim unterwegs, als ihm ein Fußgänger das Messer in den Rücken rammte.

Die Polizei geht von einem "versuchten Tötungsdelikt" aus. Im Zuge der Ermittlungen werde nun unter anderem geprüft, ob die Messerattacke mit der beruflichen Tätigkeit des Opfers zusammenhänge, sagte eine Sprecherin der Hildesheimer Staatsanwaltschaft. Allerdings gebe es für einen solchen Zusammenhang derzeit "keinerlei Anhaltspunkte".

Der Richter einer Wirtschaftsstrafkammer konnte trotz seiner schweren Verletzung per Handy noch selbst Hilfe herbeirufen. Er wurde in einem Krankenhaus notoperiert und wird weiter auf der Intensivstation behandelt. Sein Zustand galt als stabil.

Der Angreifer, der 20 bis 40 Jahre alt sein soll, flüchtete zu Fuß. Der Mann soll eine dunkle Jacke mit Kapuze getragen haben. Hinweise auf den Täter erhofften sich die Ermittler unter anderem von der Tatwaffe. Es handelt sich um ein auffälliges Messer mit einer 20 Zentimeter langen Klinge - der Messergriff stellt einen Pferdekopf dar.

Quelle: ntv.de, mbo/dpa/AFP