Panorama

Mindestens ein Toter Unwetter in Deutschland

Bei Unwettern mit orkanartigen Böen in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen ist am Samstag ein Mensch ums Leben gekommen. Durch umstürzende Bäume und losgerissene Dachziegel entstanden Sachschäden und Verkehrsbehinderungen. Auch in der französischen Landeshauptstadt Paris tobte ein heftiger Sturm. Dort mussten der Tuilerien-Garten und die Museen Orangerie und Jeu de Paume geschlossen werden.

In Hameln in Niedersachsen wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum erschlagen. Wie Polizei mitteilte, kam es durch heftigen Sturm und Regen auch in der Region um Göttingen an Häusern, Autos und Telefonleitungen zu Sachschäden durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste. Nach Angaben des Bundesgrenzschutzes waren Bahngleise zeitweise blockiert. Orkanartige Böen und starker Regen richteten auch in Mittel- und Nordhessen Schäden an.

Verkehrsbehinderungen auf Straßen und im Bahnverkehr gab es in Nordrhein-Westfalen. Bei mehreren Unfällen wurden dort zwei Menschen leicht verletzt. Vor allem umgeknickte Bäume, abgerissene Äste und umherfliegende Dachziegel sorgten mancherorts für Chaos. So wurde allein die Feuerwehr in Köln zu 240 Einsätzen gerufen. Zwei Großveranstaltungen in Xanten und Düsseldorf wurden abgesagt oder abgebrochen. In Oberhausen zog eine Windhose durch ein Stadtviertel. Rund 30 Autos wurden beschädigt.

Vor allem auf Nebenstrecken traf es den Bahnverkehr im ganzen Land. Zahlreiche Züge hatten Verspätungen. Wie ein Sprecher mitteilte, beschädigten an zahlreichen Stellen umgestürzte Bäume die Oberleitungen. Betroffen waren unter anderem der Bahnhof Recklinghausen, die Region Düsseldorf und die Strecke Neuenrade - Menden, wo ein Baum sowohl Bahnstrecke als auch die danebenliegende Straße blockierte. Ein ICE blieb zwischen Dortmund und Hamm nach einem Oberleitungsschaden liegen.

Auf der A 45 in Richtung Frankfurt zwischen Lüdenscheid und dem Kreuz Olpe stürzten mehrere Bäume auf die Fahrbahn und sorgten für Verkehrsbehinderungen.

Laut dem Bochumer Wetterdienst Meteomedia erreichte der Sturm mancherorts Orkanstärke. So wurden in Lüdenscheid und Nümbrecht Windgeschwindigkeiten von 104 Stundenkilometern gemessen, was Windstärke 11 entspricht.

Quelle: ntv.de