Panorama

Schwangere Ex-Freundin erstochen Vater zu lebenslanger Haft verurteilt

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Das Landgericht in Berlin

(Foto: imago/Olaf Wagner)

Im vergangenen Sommer lauert ein 29-Jähriger seiner schwangeren Ex-Freundin auf und ersticht sie. Er habe nicht ertragen können, dass sie das Kind allein großzieht, sagt er. Nun wird der Mann verurteilt.

Nach tödlichen Messerstichen auf eine 35 Jahre alte schwangere Lehrerin hat das Berliner Landgericht den Vater des ungeborenen Kindes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der 29-Jährige sei des Mordes sowie des Schwangerschaftsabbruchs schuldig, begründeten die Richter das Urteil.

Der Angeklagte, ein 29-jähriger Asylbewerber aus Tunesien, habe der Frau im Juni 2016 im Stadtteil Schöneberg aufgelauert. "Weil er nicht ertragen konnte, dass sie sein Kind allein großzieht", so der Ankläger. Als sie zur Arbeit gehen wollte, habe er die arglose Frau in ihre Wohnung zurückgedrängt und mehrfach auf sie eingestochen. Nach Stichen in den Oberkörper verblutete sie am Tatort.

Das Urteil entsprach im Wesentlichen dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger hatten hingegen einen Freispruch für den Mann gefordert.

Quelle: n-tv.de, bdk/dpa