Panorama

Unteroffizier wird suspendiert Vergewaltigungsvorwurf bei der Bundeswehr

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Nach einem Trinkgelage soll der Soldat die beiden Frauen (18 und 22 Jahre) vergewaltigt haben.

(Foto: imago/Uwe Meinhold)

Ein Unteroffizier soll auf einem Truppenübungsplatz bei Plön zwei Soldatinnen vergewaltigt haben. Obwohl er beschuldigt wird, entlässt man ihn aus dem Gewahrsam. Zu den Vorwürfen schweigt der 29-Jährige.

Die Bundeswehr hat personelle Konsequenzen aus den Ermittlungen der Kieler Staatsanwaltschaft gegen einen Unteroffizier wegen einer möglichen Sexualstraftat gezogen. Der 29 Jahre alte Soldat wurde vom Dienst suspendiert, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Der Soldat gehört zur Flugabwehrraketengruppe 21, die zwei Standorte in der Nähe von Rostock in Mecklenburg-Vorpommern hat.

Zuvor hatte "Spiegel Online" über die Entscheidung berichtet. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins wurde gegen den Mann am Montag formal ein Dienstausübungs- und Uniformtrageverbot verhängt. Laut Kieler Staatsanwaltschaft schweigt der Soldat zu den Vorwürfen. Gegen ihn wird wegen eines möglichen Missbrauchs an zwei Soldatinnen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Todendorf (Kreis Plön) an der Ostsee in der Nacht zum 10. November ermittelt. Die 18 und 22 Jahre alten Frauen gehören laut der Luftwaffe auch der Flugabwehrraketengruppe 21 an.

Auf dem Truppenübungsplatz hatte es zuvor eine Schießübung gegeben, die am 9. November zu Ende ging. Danach soll es ein Trinkgelage gegeben haben. Nach Polizeiangaben war der Soldat in der Nacht zum 10. November in Gewahrsam genommen worden. Er kam aber wieder auf freien Fuß, weil gegen ihn laut Staatsanwaltschaft zu diesem Zeitpunkt kein dringender Tatverdacht bestand. Gleichwohl gelte er weiter als Beschuldigter, sagte Oberstaatsanwalt Axel Bieler dem Nachrichtenmagazin. Ein Vergleich entnommener DNA-Proben und anderer Spuren vom Tatort soll nun zeigen, was in der Nacht wirklich passiert ist.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa