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Drei US-Marshalls bringen Steven Dale Green nach dessen Verurteilung 2009 aus dem Gerichtssaal.
Drei US-Marshalls bringen Steven Dale Green nach dessen Verurteilung 2009 aus dem Gerichtssaal.
Mittwoch, 19. Februar 2014

Vergewaltigung und Mord im Irak: Verurteilter US-Soldat nimmt sich das Leben

Das Verbrechen des jungen US-Soldaten im Irak sorgt weltweit für Entsetzen: Erst vergewaltigt der damals 20-Jährige mit seinen Kameraden eine 14-Jährige, dann erschießt er sie und ihre Familie. Nun wird der Mann tot in seiner Gefängniszelle gefunden.

Ein wegen der Vergewaltigung einer 14-Jährigen im Irak und der Ermordung des Mädchens und seiner Familie verurteilter ehemaliger amerikanischer Soldat hat sich im Gefängnis das Leben genommen. Steven Dale Green starb nach Angaben der Strafvollzugsbehörden in Tucson im US-Bundesstaat Arizona. Die Behörden gingen von einem Suizid des 28-Jährigen aus.

Das Verbrechen hatte weltweit für Entsetzen gesorgt. Laut Anklage waren Green und drei weitere Soldaten der 101. Luftlandedivision im März 2006 in Mahmudija bei Bagdad in das Haus einer irakischen Familie eingedrungen. Greens Kameraden vergewaltigten nacheinander die 14-jährige Tochter. Green brachte währenddessen deren sechsjährige Schwester und die Eltern in einen Nebenraum und erschoss die drei. Anschließend vergewaltigte er die 14-Jährige und erschoss sie ebenfalls.

Im Gegensatz zu seinen Kameraden wurde Green nicht vor ein Militärgericht gestellt, da die Tat erst nach seinem Ausscheiden aus der Armee wegen einer Persönlichkeitsstörung bekannt geworden war. Im Mai 2009 sprach schließlich ein Zivilgericht in Paducah im Bundesstaat Kentucky den damals 23-Jährigen in allen 17 Anklagepunkten, darunter Mord, Vergewaltigung und Behinderung der Justiz, für schuldig. Das Bundesgericht verurteilte ihn zu lebenslanger Haft, da die Geschworenen sich nicht einstimmig auf die Todesstrafe einigen konnten.

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Quelle: n-tv.de