Panorama

Zwei Kinder leicht verletzt Vier Männer attackieren Ponykarussell

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Kinder lieben Ponys - aber Ponys auch Kinder? Tierschützer bezeichnen das Ponyreiten als "Misshandlung".

(Foto: REUTERS)

Auf dem Hamburger Dom ist das Ponyreiten vor allem bei Familien beliebt: Auch am Freitagabend drehen Kinder auf den Tieren ihre Runden, als plötzlich vier Männer auftauchen und die Pferde erschrecken. Der Betreiber vermutet Tierschützer hinter der Attacke.

Vier Männer haben am Freitagabend ein Pony-Karussell auf dem Hamburger Dom gestürmt und die Ponys mit rot-weißem Flatterband aufgeschreckt. Zwei Kinder, die gerade auf den Pferden ritten, seien bei der Aktion leicht verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Nach NDR-Informationen waren die Kinder infolge der Attacke von den Sätteln gerutscht, in den Steigbügeln hängen geblieben und mitgeschleift worden.

"Das Personal, das die Pferde führte, konnte sie nicht mehr halten", sagte ein Zeuge dem "Hamburger Abendblatt". Die schockierten Eltern seien schließlich dazwischen gegangen. Einer der Männer konnte von Dombesuchern festgehalten und der Polizei übergeben werden, die drei anderen konnten flüchten. In die Ermittlungen hat sich die Staatsschutzabteilung des Landeskriminalamtes eingeschaltet. Details zur Identität und dem Motiv des festgenommenen Angreifers wollte die Polizei zunächst nicht mitteilen.

Ponykarussells, bei denen die Tiere über Stunden im Kreis laufen müssen, stehen immer wieder in der Kritik von Tierschützern. Die Tierschutzorganisation Peta bezeichnet das Ponyreiten als Misshandlung. Ein Mitglied der Betreiberfamilie sagte dem Radiosender NDR 90,3, man werde sich dennoch nicht von Aktivisten einschüchtern lassen. Der Betrieb werde trotz des Vorfalls weitergehen.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa

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