Panorama

Weltkulturerbe unter Wasser Vietnam meldet Dutzende Flutopfer

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Der Taifun "Haiyan" hat Vietnam verschont, jetzt kämpft das Land mit starkem Regen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die schweren Regenfälle eines Sturmtiefs in Vietnam kosten Dutzende Menschen das Leben und überfluten 200.000 Häuser. In der Weltkulturerbe-Stadt Hoi An bedrohen die Wassermassen auch ausländische Touristen.

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Die Stadt Hoi An zieht viele in- und ausländische Touristen an.

(Foto: AP)

Sturmtief "Zoraida" hat in Zentralvietnam fünf Provinzen unter Wasser gesetzt und mindestens 31 Menschen das Leben gekostet. Betroffen war auch die Region um die Weltkulturerbe-Stadt Hoi An, die jetzt in der Hochsaison täglich rund 1500 Touristen besuchen. Dort stand das Wasser teilweise fast drei Meter hoch in den Straßen, berichtete der Sprecher des Komitees für Sturmwarnungen.

Hoi An ist wegen seiner malerischen Straßen und antiken Häuser berühmt. Einige Häuser seien überflutet worden, aber das Wasser sei schnell wieder abgelaufen, sagte der Sprecher. "Einige Anwohner konnten ihre Wertsachen nicht retten, aber es ist kein größerer Schaden entstanden." Nach Angaben des Sprechers wurden 1100 Touristen mit Booten aus ihren Hotels gerettet.

Der Tropensturm "Zoraida" brachte in der Region in vier Tagen teils bis zu 1000 Millimeter Regen. Zehn Wasserkraftwerke mussten ihre Schleusen öffnen, weil die Stauseen gefährlich voll waren, berichtete der Sprecher des Komitees. In einigen Flüssen stieg der Wasserspiegel um zwei Meter.

Insgesamt wurden in den fünf Provinzen 242.000 Häuser zeitweise überschwemmt und fast 3000 Hektar Felder mit Reis und Gemüse zerstört. Das Wasser lief ab, die meisten Menschen kehrten in ihre Häuser zurück.

Quelle: ntv.de, dpa

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