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Samstag, 11. Januar 2014

Tausende Anwohner in Gefahr: Vulkan Sinabung kommt nicht zur Ruhe

400 Jahre lang ruhte der indonesische Vulkan Sinabung - im Jahr 2010 bricht er plötzlich aus und treibt Zehntausende in die Flucht. Nun brodelt es wieder unaufhörlich in dem Berg, der mit Asche- und Gaswolken Tausende Anwohner zwingt, ihre Heimat zu verlassen.

Der Berg spuckt Gas und Asche in den Himmel.
Der Berg spuckt Gas und Asche in den Himmel.(Foto: REUTERS)

Der Vulkan Sinabung auf Sumatra spuckt noch immer große Mengen Asche. Im Bauch des 2460 Meter hohen Bergs rumort es, Gasfontänen schießen aus dem Krater kilometerweit in die Luft. Tausende Anwohner sind wegen der immer neuen Eruptionen mittlerweile seit Monaten in öffentlichen Gebäuden in sicherer Entfernung untergebracht. Wenn die Asche sich legt, glüht manchmal ein roter Lavastrom am Berg. 60 solcher Ströme, bis zu fünf Kilometer lang, gab es nach Angaben der Katastrophenbehörde schon.

Der Vulkan hatte mehr als 400 Jahre geruht bevor er im August 2010 wieder ausbrach und 30.000 Menschen in die Flucht trieb. Inzwischen haben wieder 22.000 Bewohner der Umgebung ihre Häuser verlassen. Sie bauen an den fruchtbaren Hängen des Berges seit Jahrhunderten Kaffee, Kakao und Orangen an. Dort ist der Aufenthalt seit dem erneuten Ausbruch lebensgefährlich. Vor allem die glühende Asche kann selbst für Menschen zur Gefahr werden, die in ihren Häusern Schutz suchen.

Auch über dem fast 2900 Meter hohen Merapi auf der Insel Java standen in den vergangenen Tagen mehrfach Rauchwolken. Der Merapi ist einer der aktivsten Vulkane Indonesiens. Das Inselreich liegt am Pazifischen Feuerring, wo es besonders viele Vulkane gibt, denn dort stoßen verschiedene Erdplatten aufeinander. In Indonesien gibt es 130 aktive Vulkane.

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Quelle: n-tv.de