Panorama

Keine Pandemie mehr WHO stuft Schweinegrippe herab

Im vergangenen Jahr erklärt die Weltgesundheitsorganisation den Schweinegrippen-Virus H1N1 zur Pandemie - das erste Mal seit 40 Jahren, dass die WHO eine solche Einstufung vornimmt. Diese Phase ist nun vorbei - "uns hat viel Glück geholfen", sagt die Organisation.

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Viele Staaten legten Vorräte von Impfstoffen an, die am Ende nicht verwendet wurden.

(Foto: dpa)

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Schweinegrippe-Pandemie für beendet erklärt. Das neue H1N1-Virus habe inzwischen einen Großteil seines ursprünglichen Gefahrenpotenzials eingebüßt, sagte die WHO-Chefin Margaret Chan. "Wir kommen nun in eine Phase nach der Pandemie." Zuvor hatte eine Wissenschaftler-Gruppe die Herabstufung der Schweinegrippe von der höchsten Warnstufe empfohlen. Seit dem Ausbruch der Seuche im Frühjahr 2009 fielen dem Erreger mehr als 18.400 Menschen in etwa 200 Ländern zum Opfer.

Ein 15-köpfiger "Notfall-Ausschuss" der Genfer UN-Behörde hatte sich für die Neueinstufung entschieden. Vermehrte Ausbrüche der Grippe außerhalb der normalen Saison würden derzeit nicht mehr beobachtet, sagte Chan zur Begründung. Zudem sei die Gesamtzahl der registrierten Influenza-Fälle auf ein normales Niveau zurückgekehrt.

"Glück hat geholfen"

Das H1N1-Virus hatte sich Anfang vergangenen Jahres zunächst vor allem in Mexiko und in den USA rasant ausgebreitet. Im Juni stufte die WHO die Seuche erstmals seit 40 Jahren wieder als eine globale Pandemie mit dem höchsten Gefahrenniveau 6 ein.

Aus Sicht Chans verlief die Schweinegrippe insgesamt glimpflich. Es hätte sehr viel schlimmer kommen können, meinte die WHO-Direktorin. "Dieses Mal hat uns schlichtweg viel Glück geholfen. Das Virus mutierte während der Pandemie nicht zu einer tödlicheren Form."

Der Umgang der Weltorganisation mit Schweinegrippe war auf hefitge Kritik gestoßen. So hieß es, die WHO habe überzogen reagiert, da das Ausmaß weitaus geringer war als zunächst angenommen. Inzwischen haben nicht nur die WHO sondern auch Experten diese Vorwürfe als nicht stichhaltig zurück gewiesen.

Quelle: ntv.de, dpa