Panorama

Ascheregen im Zentrum der Hauptstadt Waldbrand bei Athen eingedämmt

Im Nordosten Athens lodert ein riesiger Waldbrand. Die Anwohner machen sich Sorgen. Auch ein in der Nähe gelegenes Militärcamp ist in Gefahr. Der Verkehr auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Routen steht vorübergehend still. Nach langem Kampf gegen die Flammen geben die Einsatzkräfte Entwarnung: Der Brand ist unter Kontrolle.

RTR272EM.jpg

Vor den Toren Athens sind mehrere Löschflugzeuge im Einsatz.

(Foto: REUTERS)

Die Feuerwehr hat den Waldbrand, der Griechenlands Hauptstadt Athen bedroht hatte, unter Kontrolle gebracht. Zuvor hatten die Flammen ein Armeelager bedroht. Das Feuer im Nordosten der Stadt fraß sich durch eine bewaldete Schlucht und bewegte sich zuletzt in breiter Front auf das Militärcamp zu.

"Die Lage ist jetzt unter Kontrolle. Die Gefahr bleibt aber groß", sagte der stellvertretende Feuerwehrchef Panos Panagiotopoulos im Fernsehen. "Wir löschen die letzten Brandherde", sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Laut Nachrichtenagentur ANA  waren hundert Feuerwehrleute, vier Löschflugzeuge und zwei Hubschrauber im Einsatz. Riesige gelbbraune Rauchwolken waren aus allen Teilen Athens zu sehen. Asche kam auch im Zentrum Athens herunter. Einige Flammen erreichten die Häuser der Ortschaften Agios Stefanos und Afidnai. Die wichtigste Nord-Süd-Autobahn des Landes musste vorübergehend geschlossen werden. Der Verkehr wurde aus Sicherheitsgründen umgeleitet.

In Griechenland gibt es jedes Jahr zahlreiche Waldbrände. Ursache ist oftmals Brandstiftung, aber nur wenige Täter werden gefasst. Im Jahr 2007 waren bei einem Großbrand auf der Insel Evia 77 Menschen ums Leben gekommen. Die Flammen verschlangen rund 250.000 Hektar Land. Nach Behördenangaben zählten die Monate Juni und Juli dieses Jahres zu den heißesten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP