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Freitag, 20. Juli 2012

Fähre sinkt vor Sansibar: War Monsterwelle schuld?

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Angeblich soll das Schiff, das vor der Küste Sansibars kenterte, seetüchtig gewesen sein. Nun ist die Frage: Wie konnte es zu dem tödlichen Unglück kommen? Augenzeugen berichten von einer riesigen Welle.

Passagiere auf dem gekenterten Schiff.
Passagiere auf dem gekenterten Schiff.(Foto: dpa)

Zwei Tage nach der schweren Schiffskatastrophe vor der Küste von Sansibar kommen immer mehr Details zu dem Unglück mit vermutlich mehr als 100 Toten ans Licht. Überlebende berichteten, eine Monsterwelle habe die Fähre erfasst, die daraufhin zur Seite gekippt sei. "Viele Passagiere wurden - ebenso wie ich - ins Wasser geschleudert. Es gab ein totales Chaos, jeder kämpfte für sich selbst, Schreie erfüllten die Luft", zitierte die tansanische Zeitung "The Citizen" den Augenzeugen Hassan Khatib.

Die Fähre war nach Angaben einer kanadischen Firma, die den Verkauf des Schiffs vermittelt hatte, seetüchtig. Zum Zeitpunkt des Verkaufs vergangenes Jahr hätten die "MV Skagit" und ihr Schwesterschiff alle Anforderungen der US-Küstenwache für eine Betriebserlaubnis erfüllt und seien vor dem Auslaufen korrekt inspiziert worden, erklärte ein Vertreter der Firma Scope Community Consultants.

Derweil sanken die Hoffnungen zusehends, weitere Überlebende des Unglücks zu bergen. Die Suche gehe zwar weiter, aber es sei nun "fast unmöglich, Überlebende zu finden", sagte Polizeisprecher Mohammed Mhina. Es wurden immer noch rund 80 Menschen vermisst, mindestens 62 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben. Vier Deutsche überlebten den Untergang der Fähre unversehrt. Nach Angaben der Regierung des Inselarchipels Sansibar befanden sich laut Passagierliste 251 Erwachsene, 30 Kinder und sechs Crew-Mitglieder an Bord der Fähre.

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Quelle: n-tv.de