Panorama

Vor den Augen der Tochter Weißer Hai beißt Taucher tot

Die Küste vor Tasmanien gilt eigentlich als ungefährlich, was Haiattacken angeht. Doch ein seltenes Exemplar des großen Weißen Hais verirrt sich am frühen Morgen ins flache Wasser. Dort sucht ein Vater mit seiner Tochter gerade nach Muscheln.

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Vor der Küste Tasmaniens gab es 17 Jahre lang keine tödlichen Haiattacken. (Auf diesem Foto sind ein anderer Taucher und ein anderer Hai zu sehen.)

(Foto: REUTERS)

Ein Taucher ist vor der Küste Tasmaniens von einem Hai getötet worden. Das Drama geschah vor den Augen der Tochter des Mannes. Sie hatten am frühen Morgen im flachen Wasser gemeinsam nach Jakobsmuscheln und Seeohren gesucht. Seeohren sind essbare Schnecken.

Wie die Zeitung "Examiner" berichtet, war die Tochter bereits wieder zum Boot geschwommen, als der Vater noch einmal unter Wasser ging. Nachdem er ungewöhnlich lange unter Wasser blieb, tauchte auch die Tochter noch einmal, um nach ihm zu sehen. Dabei sah sie, wie ein Weißer Hai den Vater attackierte.

Die junge Frau betätigte daraufhin einen Notruf und ein Leuchtsignal, dem mehrere Fischerboote aus der Umgebung folgten. Als der vom Hai attackierte Taucher schließlich geborgen werden konnte, war er aber bereits tödlich verletzt.

Die Lokalbehörden bezeichneten die Attacke als sehr ungewöhnlich. Haie kämen dort so gut wie nie ins seichte Wasser. Nach Angaben von Lokalmedien war es die erste tödliche Hai-Attacke vor Tasmanien in 17 Jahren. In wärmeren Gewässern an der Ost- und Westküste Australiens passieren Angriffe öfter. Im Februar war ein japanischer Surfer an der Ostküste Australiens von einem Hai getötet worden.

Quelle: ntv.de, nsc/dpa/AFP