Panorama

Kraneinsturz in New York Weiteres Opfer geborgen

Zwei Tage nach dem Einsturz eines Baukrans in New York sind noch immer nicht alle Vermissten unter den Trümmern gefunden worden. Einen dritten Verschütteten konnte die Polizei nur noch tot bergen. Die Zahl der Opfer stieg damit auf fünf.

Der etwa 20 Stockwerke hohe Kran war am Samstag mit voller Wucht auf mehrere Wohnhäuser in einer belebten Gegend von Manhattan gestürzt. Vier Bauarbeiter wurden schon kurz nach dem Unglück tot gefunden. 24 Menschen trugen Verletzungen davon, einige schwebten auch zu Wochenbeginn weiter in Lebensgefahr.

Bei dem fünften Todesopfer handelt es sich ebenfalls um einen Bauarbeiter. Vermisst wurden noch ein sechster Bauarbeiter sowie eine Frau, die in einem von den Stahlmassen völlig zertrümmerten Wohnhaus lebte. Die Suche in den meterhohen Schuttbergen ging am Montag unter Hochdruck weiter. Die Überlebenschancen der beiden wurden jedoch zunehmend als gering eingeschätzt.

Warum sich der Kran aus seiner Verankerung an einem Hochhaus- Neubau gelöst hat, ist noch nicht endgültig geklärt. Bisherigen Erkenntnissen zufolge fiel ein tonnenschwerer Stahlträger, der als weiterer Halt vorgesehen war, von einem oberen Stockwerk herunter und durchtrennte die Verankerung. Der Kran geriet ins Wanken und stürzte schließlich quer über die Straße auf mehrere Wohnhäuser.

Die Untersuchungen dauerten an. Die Aufräumarbeiten an der Unglücksstelle werden noch Tage dauern. Ein vierstöckiges Wohnhaus war völlig zertrümmert worden, mehrere andere Gebäude wurden schwer beschädigt.

Bei dem völlig zerstörten Gebäude handelte es sich um einen traditionellen Ziegelbau mit einer beliebten Bar im Erdgeschoss. Das Lokal war jedoch noch geschlossen, der Barkeeper konnte gerettet werden. Einige Gebäude wurden vorläufig evakuiert. Der Kran sollte am Unglückstag mit amtlicher Genehmigung nach oben hin verlängert werden, um die höheren Stockwerke zu erreichen.

Quelle: ntv.de