Panorama

Wegen der Wirtschaftkrise Weniger Geld für Nobelpreisträger

Auch das Nobelpreiskomitee muss sparen: Die Gewinner der diesjährigen Nobelpreise werden um etwa 20 Prozent geringere Preisgelder erhalten als noch im Jahr 2011 gezahlt wurden.

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Eine Nobelpreis-Medaille mit dem Konterfrei von Alfred Nobel.

(Foto: dpa)

Die Wirtschaftskrise geht auch an der Nobel-Stiftung nicht spurlos vorbei. Wie die Organisation mitteilte, wird das Preisgeld in diesem Jahr von 10 auf 8 Mio. Schwedische Kronen (900.800 Euro) gesenkt. Die Stiftung in Stockholm, welche die prestigereichen Auszeichnungen in Medizin, Physik, Chemie, Literatur, Frieden und Wirtschaft vergibt, bezeichnete den Schritt angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten als "notwendige Maßnahme", um langfristig ihren Kapitalstock zu sichern.

Die Preisgelder werden aus dem Ertrag des Kapitalstocks gezahlt, welcher der Gründer des Preises, Alfred Nobel, der Stiftung hinterließ. Wegen der Wirtschaftskrise seien die Erträge aus den Investitionen aber zurückgegangen, sagte der Stiftungsleiter Lars Heinkensten. Er wies darauf hin, dass die Preissumme 2001 nach den guten Gewinnen in den 1990er Jahren angehoben worden sei. Um die Inflation bereinigt liege das Preisgeld nun auf dem Stand von 1901, als die Auszeichnung erstmals vergeben wurde.

Quelle: ntv.de, jga/AFP/dpa