Panorama

Hurrikan, Brände, Hitze Wetter extrem in den USA

Extreme Wetterverhältnisse machen Millionen von Menschen in den USA und der Karibik zu schaffen. Während im Süden und im Mittleren Westen die Hitze andauert, wurde Texas zum wiederholten Mal in diesem Sommer von Überschwemmungen heimgesucht. In Wyoming wütete ein Waldbrand, und in der Karibik zog ein Hurrikan nach Westen - "Dean" ist der erste Atlantik-Hurrikan dieser Saison.

Die extreme Hitze führte in Alabama zur Abschaltung eines Atomreaktors. Einer von drei Reaktorblöcken des AKW Browns Ferry wurde vom Netz genommen, weil das aus dem Fluss Tennessee entnommene Kühlwasser mit 32,2 Grad zu warm war. Es sei das erste Mal, dass der Betrieb aus diesem Grund beeinträchtigt werde, teilte die Betreibergesellschaft mit.

Der Hitzewelle sind nach Angaben der Behörden bisher mindestens 37 Menschen zum Opfer gefallen. Allein in Memphis, Tennessee, wurden acht Hitzetote registriert. Dort erreichte die Temperatur am Donnerstag 40,5 Grad. Das Gesundheitsministerium von Missouri meldete neun Hitzetote. Acht waren es in Illinois und jeweils vier in Arkansas und Georgia.

Ein nasser Schwamm

Ausläufer des tropischen Sturms "Erin" überfluteten weite Teile von Texas. Betroffen war vor allem die Umgebung von Houston und San Antonio. Zwei Bewohner kamen nach Angaben der Behörden ums Leben. Einer von ihnen ertrank in San Antonio, als er aus seinem Auto steigen wollte und von den Fluten davongerissen wurde. Seit Mitte Juni gab es in Texas sowie in Teilen von Oklahoma und Kansas immer wieder Überschwemmungen. Das Land sei daher jetzt vollgesogen wie ein nasser Schwamm, hieß es.

Shell evakuierte in dieser Woche wegen "Erin" 188 Arbeiter von Anlagen im Meer und erklärte, nun beobachte man sehr aufmerksam den Weg von "Dean". Auch die Firma Transocean zog vorsichtshalber elf Mitarbeiter aus dem Golf von Mexiko, 260 Kilometer südöstlich von New Orleans, ab.

Hurrikan "Dean" wird stärker

Der erste Hurrikan des Jahres im Atlantik ist am Freitag in die Kategorie III hochgestuft worden. Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums in Miami erreichte der Wirbelsturm "Dean" Windgeschwindigkeiten von 205 Kilometern pro Stunde. Das Zentrum war am Freitagmorgen über die Kleinen Antillen hinweggezogen. In Erwartung des Hurrikans wurden in Jamaica, in der Dominikanischen Republik und an der mexikanischen Karibikküste Vorbereitungen zum Schutz getroffen. Dort wird der Wirbelsturm nach Berechnungen der Meteorologen zu Beginn der kommenden Woche eintreffen.

Unterdessen bedrohte ein Waldbrand in Wyoming das historische Gästehaus von "Buffalo Bill" in der Nähe des Yellowstone-Nationalparks. Das 1904 erbaute Anwesen ist Teil des Pahaska Tepee Resorts. Die Flammen sind nur noch knapp fünf Kilometer davon entfernt. Der von einem Blitz am 9. August verursachte Waldbrand hat bislang 67 Quadratkilometer Wald- und Buschland zerstört.

Quelle: n-tv.de