Panorama
Deutlich sichtbar ist das mit roten Pflastersteinen verlegte Hakenkreuz.
Deutlich sichtbar ist das mit roten Pflastersteinen verlegte Hakenkreuz.(Foto: Sebastian Sowa)
Mittwoch, 24. September 2014

Steine des Anstoßes: Wie kam das Hakenkreuz in Goslars Pflaster?

Antisemitischer Hintergrund oder Versehen? In der Stadt Goslar im Harz verursacht ein Hakenkreuz im Straßenpflaster der Fußgängerzone Aufregung. Unklar ist bisher, wie es dorthin gelangte. In sozialen Netzwerken jedenfalls ist das Echo groß.

Ein Hakenkreuz im neuen Straßenpflaster der Fußgängerzone hat in Goslar Wirbel ausgelöst. Passanten hatten das mit roten Pflastersteinen deutlich sichtbar verlegte Hakenkreuz am Wochenende entdeckt. Die Nachricht samt Bild hatte sich danach rasch über soziale Netzwerke verbreitet: Mehrere Hundert Mal ist das Bild von dem Hakenkreuz-Pflaster bereits auf Facebook geteilt worden.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet, sagte ein Sprecher der Goslarer Polizei. Bis heute sei jedoch kein Täter ermittelt worden. Das Problem: "Die Stelle ist öffentlich zugänglich, da kann jeder Mensch hin", sagte der Sprecher. Erst kurz zuvor sei an dieser Stelle die Fußgängerzone neu gepflastert worden.

Die mit den Arbeiten beauftragte Baufirma geht allerdings von einem Versehen aus: Bei 16 verschiedenen Stein-Größen und fünf unterschiedlichen Farben ohne jede Mustervorgabe könne ein solch bedauerlicher Zufall passieren, werden die beiden Chefs der Baufirma in einem Bericht der "Goslarschen Zeitung" zitiert.

Schaulustige suchen jedoch vergeblich nach dem Nazi-Symbol in der Fußgängerzone der Kaiserstadt: Die Goslarer Verwaltung hatte schnell reagiert und bereits am Wochenende die Steine des Anstoßes wieder entfernen lassen.

Quelle: n-tv.de