Panorama

Kanadier muss Bali verlassen Yogalehrer wegen Orgasmus-Kurs verbannt

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In Indonesien ging das Angebot des Kanadiers in sozialen Netzwerken viral.

(Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Blend Images)

Auf Bali verspricht ein Yogalehrer seinen Kunden Orgasmen durch Entspannungsübungen. Die Behörden sind von dem Angebot des Kanadiers gar nicht begeistert und fürchten um den Ruf der Urlauberinsel. Die Konsequenz: Der Mann muss ausreisen.

Weil er seinen Kundinnen und Kunden "Orgasmen durch Yoga" versprochen hat, ist ein Kanadier von der indonesischen Urlauberinsel Bali verbannt worden. Christopher Kyle Martin habe sich respektlos gegenüber den lokalen Traditionen und Werten gezeigt, teilten die Behörden mit. Der Kanadier hatte zuvor seinen Kurs "Tantrische Ganzkörper-Orgasmen" für 20 Euro online beworben.

In Indonesien ging das Angebot in sozialen Netzwerken viral und verärgerte einige konservative Gruppen. "Solche Aktivitäten könnten dem Ruf von Indonesien und Bali als Urlaubsziel schaden. Es ist respektlos gegenüber Balis Sitten", erklärte Gouverneur I Wayan Koster bei einer Pressekonferenz in Anwesenheit von Martin und den zuständigen Grenzbeamten. "Wenn Sie jemals zurückkommen möchten, müssen Sie unsere Sitten respektieren", sagte der Gouverneur zu dem Kanadier.

Die Einwanderungsbehörde der mehrheitlich hinduistischen Urlauberinsel bestätigte, dass Martin, der im April mit einem Touristenvisum eingereist war, der Insel verwiesen wurde. Allerdings habe er bestritten, dass sein Kurs sexuelle Aktivitäten beinhalten würde. Es habe vielmehr hauptsächlich um Atemtechniken gehen sollen.

Bali hat in der Vergangenheit schon mehrmals Ausländer ausgewiesen, die die Sitten und Gesetze der Insel missachteten. So wurde im vergangenen Jahr ein syrischer Yogalehrer verbannt, weil er eine überfüllte Veranstaltung abgehalten hatte, die gegen die Corona-Maßnahmen verstieß. Jüngst erwischte es eine russische Influencerin, die für ein Video einen Supermarkt mit einer aufgemalten Gesichtsmaske betrat.

Quelle: ntv.de, jpe/AFP

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