Panorama

Und ewig grüßt der Urzeitkrebs "Yps"-Macher locken große Jungs

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So sieht die neue "Yps"-Ausgabe aus.

"Yps" kommt wieder an die deutschen Kioske. Das Tüftlermagazin, das viele in ihrer Jugend begleitet hat, soll nun für heute Erwachsene attraktiv sein. Natürlich gibt es in jeder Ausgabe wieder ein Gimmick. So auch in der ersten Nummer: Es ist - zum dann 22. Mal - der legendäre Urzeitkrebs.

Die Zeitschrift "Yps" ist zurück. Als Magazin für erwachsene Männer wird die erste Ausgabe ab Donnerstag am Kiosk zu haben sein. Als Geschenk sind die legendären Urzeitkrebse beigelegt - schon in den alten Zeiten eines der beliebtesten Gimmicks.

Die Urzeitkrebse sind zugleich die mit Abstand bekannteste Beigabe zu "Yps". 21 früheren Ausgaben lagen sie schon bei. Es sind Eier von Salinenkrebsen, die wie Pulver aussehen, aber dann lebendig werden.

Überhaupt versuchen die Macher der "Yps" zum Revival an die großen Zeiten des Magazins anzuknüpfen: "Jeder hat sein eigenes Bild von 'Yps' im Kopf. Allen gemeinsam ist, dass es positiv ist: Kindheit, Wärme, Wohligkeit", sagte Chefredakteur Christian Kallenberg.

Ein Fünftel des 100 Seiten starken Heftes besteht aus alten oder neuen Comics, unter anderem dem Klassiker Yinni und Yan. Artikel beschäftigen sich mit Fragen wie: "Kann ich mit 35 noch Geheimagent werden?"

Mit dem Blasrohr um die Ecke schießen

Kern-Zielgruppe des neuen "Yps" sind laut Egmont Ehapa Verlag Männer von 30 bis 45 Jahren. Kallenberg selbst ist 35 Jahre alt. Das neue "Yps" hat eine Startauflage von 120.000 Exemplaren und kommt fortan halbjährlich heraus. Das Heft kostet 5,90 Euro.

"Yps" erschien als westdeutsche Kinderzeitschrift von 1975 bis 2000. Auch in den Jahren 2005 bis 2006 gab es noch einmal drei Ausgaben. Zu seinen besten Zeiten in den 70er und 80er Jahren hatte die Zeitschrift zeitweise eine Verbreitung von mehr als 400.000 Exemplaren.

Bekannt ist "Yps" für seine schrägen Gimmicks: wie die Detektivbrille mit einer Jalousie vor den Augen und Seitenspiegeln, der Ostereierbaum oder das Blasrohr, das um die Ecke schießt. Das einstige Wochenmagazin war zugleich wichtiges Forum für die Verbreitung französischer und belgischer Comics in Deutschland.

Quelle: ntv.de, jog/dpa