Panorama

Erdbeben in der Türkei Zahl der Toten auf 523 gestiegen

30z03025.jpg6006618151279049862.jpg

Trauer und Ärger in der türkischen Bevölkerung.

(Foto: dpa)

Die Zahl der Toten nach dem Erdbeben im Südosten der Türkei steigt täglich an. Es gleicht einem Wunder, wenn die Helfer einen lebenden Menschen aus den Trümmern bergen. Derweil kritisieren die Überlebenden die Regierung und beklagen Willkür bei der Verteilung der Hilfsgüter.

Nach dem bergen die Einsatzkräfte immer mehr Leichen aus den Trümmern. Die Zahl der Toten stieg auf 523, wie der Katastrophenschutz mitteilte. 1650 Menschen seien verletzt worden. Seit dem Erdbeben der Stärke 7,2 vom Sonntag hätten die Einsatzkräfte eingestürzter Gebäude gerettet. Die Suchmannschaften fanden noch 91 Stunden nach dem Beben einen jungen Mann lebend im Schutt eines eingestürzten fünfstöckigen Gebäudes. Der 19-Jährige sei am Donnerstag völlig entkräftet und ausgetrocknet in eine Krankenstation gebracht worden.

Die Zahl der Toten dürfte noch weiter steigen, weil zahlreiche Menschen noch vermisst werden.

In dem vor allem von Kurden bewohnten Katastrophengebiet verschlechterte sich die Lage für die Überlebenden: Vielerorts kam es zu Rangeleien um Notunterkünfte und andere Hilfsgüter. Durch die Erdstöße haben Zehntausende Menschen ihr Dach über dem Kopf verloren. Einige Überlebende warfen der Regierung von Ministerpräsident Tayyip Erdogan vor, auf die Katastrophe zu langsam reagiert zu haben. Zudem klagten Opfer über Willkür und Bestechung bei der Austeilung der Hilfsgüter.

Der türkische Staatspräsident Abdullah Gül kündigte für Freitag einen Besuch in dem Katastrophengebiet an. In der Provinz Van hatte ein Erdbeben der Stärke 7,2 am Sonntag fast 2300 Häuser zerstört. Unterdessen wurde die benachbarte Provinz Hakkari von einem Beben der Stärke 5,4 erschüttert.

Quelle: ntv.de, rts/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen