Panorama

Schweinegrippe auf Kreuzfahrtschiff Zufahrt zu Häfen verweigert

Weil auf einem spanischen Kreuzfahrtschiff drei der 400 Besatzungsmitglieder vermutlich an Schweinegrippe erkrankt sind, darf die "Ocean Dream" nicht in den Häfen von Grenada und Barbados anlegen.

2kqh1214.jpg4610875249555809174.jpgDer karibische Inselstaat Grenada hat dem spanischen Kreuzfahrtschiff "Ocean Dream" wegen Fällen von Schweinegrippe vorsorglich die Zufahrt zu seinen Häfen verweigert.  Auch die Antillen-Insel Barbados darf nicht angelaufen werden. Auf dem Schiff sind nach Presseberichten drei der rund 400 Besatzungsmitglieder an der Schweinegrippe erkrankt. Bei elf weiteren bestehe der Verdacht, sich ebenfalls mit dem H1N1-Virus angesteckt zu haben, teilte der Veranstalter Pullmantur in Madrid mit. Die betroffenen Crew-Mitglieder seien auf dem Schiff isoliert worden. Unter den knapp 760 Passagieren gebe es keine Infizierten.

"Wir wissen nicht genau, was die Leute haben", sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums von Grenada, wie das Internetportal "Grenadanetnews" berichtete. "Vielleicht ist es nur eine normale Grippe. Aber wir wollen nicht riskieren, dass sich Einwohner von Grenada mit dem Virus H1N1 infizieren."

Im Rundfunk hieß es weiter, es werde nun geprüft, ob die Reise abgebrochen wwird. Die neuntägige Kreuzfahrt führt normalerweise auch nach Aruba, Curaçao, Santa Lucía und zur Insel Margarita.

Erster H1N1-Fall in Bremen

In Bremen gibt es einen ersten Fall von Schweinegrippe. Ein vom Robert Koch-Institut zertifiziertes Labor habe am Mittwoch den H1N1-Erreger bei einer 42 Jahre alten Frau festgestellt, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsbehörde. "Sie befindet sich aber schon auf dem Weg der Besserung." Die Frau sei am Wochenende von einer Reise aus Florida zurückgekehrt, wo sie sich wahrscheinlich mit dem Virus angesteckt habe.

In Niedersachsen sind bereits 13 Menschen an Schweinegrippe erkrankt, bundesweit gibt es mehr als 200 Fälle. Am Montag war eine Schottin als erste Europäerin an dem Grippevirus gestorben.

Quelle: n-tv.de, dpa

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