Panorama

16.000 Menschen verlassen HäuserZwei Bomben bei Hannover entschärft

19.07.2015, 20:53 Uhr
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Eine amerikanische (r.) und eine englische Bombe werden entschärft. (Foto: dpa)

An drei Stellen werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet. Zweimal wird man fündig: Bei Hannover rückt der Kampfmittelräumdienst an. 16.000 Menschen werden in Sicherheit gebracht. Doch die Arbeiten dauern länger als gedacht.

Bomben-Experten haben bei Hannover zwei Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Die Arbeiten dauerten den ganzen Tag. Rund 16.000 Menschen konnten erst am Abend zurück in ihre Häuser. Die bedeutende Ost-West-Achse A2 war wegen der Entschärfung von Mittag bis zum Abend komplett gesperrt. Das befürchtete Verkehrschaos rund um Hannover blieb aber aus.

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So sieht man die A2 selten: völlig ohne Verkehr. (Foto: dpa)

An drei Punkten waren neben der Autobahn in Langenhagen Blindgänger vermutet worden. Zweimal wurden die Fachleute vom Kampfmittelräumdienst tatsächlich fündig: An einem von drei Verdachtspunkten wurde eine fünf Zentner schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich gemacht. Kurz vor 19.30 Uhr wurde dann auch ein zweiter Blindgänger entschärft. An einem dritten Punkt bestätigte sich der Verdacht auf eine Bombe nicht, wie eine Sprecherin der Stadt Langenhagen sagte.

Verkehrslenker sind erleichtert

Die Gefahrenzone war erst mit mehr als einer Stunde Verzögerung evakuiert worden. Erst danach konnte der Kampfmittelräumdienst seine Arbeit aufnehmen. "Es hat bei einigen Leuten länger gedauert, bis sie das Haus verlassen haben", sagte Stadtsprecherin Juliane Stahl. Manche der 16.000 Menschen, die wegen der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen mussten, hatten seit dem frühen Morgen bei Freunden, Verwandten oder in öffentlichen Sammelstellen ausgeharrt.

In der Verkehrsmanagementzentrale in Hannover waren die Verantwortlichen erleichtert. Wegen der Sperrung der A2 gab es lediglich leichte Behinderungen auf den Straßen, meldete ein Sprecher. Angesichts des Reiseverkehrs waren deutlich schlimmere Zustände befürchtet worden.

Erst im Mai war in Hannover ein Blindgänger entdeckt worden, der entschärft werden musste. Er lag direkt unter einer Schule. Mehr als 30.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Ebenfalls im Mai wurde in Köln eine Weltkriegsbombe entschärft. Dazu gab es die größte Evakuierungsaktion der Stadt seit dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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