Panorama

Flugzeugunglück in Tripolis Zwei Deutsche unter den Toten

Bei einem Flugzeugabsturz am Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis kommen 103 Menschen ums Leben, unter ihnen sind auch zwei Deutsche. Ein Junge aus den Niederlanden überlebt als einziger das Unglück.

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Noch ist unklar, warum die Maschine abstürzte.

(Foto: dpa)

Beim Absturz einer Passagiermaschine am Flughafen der libyschen Hauptstadt Tripolis sind 103 Menschen ums Leben gekommen. An Bord des Airbus A330-200 der libyschen Fluggesellschaft Afriqiyah seien neben Bürgern aus Libyen, den Niederlanden, Simbabwe und den Philippinen auch zwei Deutsche gewesen, teilte das Unternehmen mit.

An Bord der Unglücksmaschine befanden sich insgesamt 104 Menschen. Ein Sprecher am Flughafen sagte, nur ein einziger Passagier - ein achtjähriger Junge aus den Niederlanden - habe das Unglück überlebt. Das überlebende Kind wurde nach Angaben von Verkehrsminister Mohamed Sidan verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Zustand des Kindes sei stabil, es habe Knochenbrüche und Blutergüsse erlitten, sagte ein Krankenhaus- Mitarbeiter. Lebensgefahr bestehe nicht.

Flugzeug völlig zerstört

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Die Trümmer der Maschine sind weit verstreut.

(Foto: dpa)

Die Maschine der staatlichen libyschen Fluggesellschaft Afriqiyah Airways war auf dem Weg von Johannesburg nach Tripolis. Das Unglück habe sich ereignet, als sich die Maschine vom Typ Airbus A330 im Landeanflug befand, sagte der Flughafensprecher. Das Flugzeug, das völlig zerstört wurde, stürzte um 6.00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafengelände direkt neben der Landebahn ab. Weshalb der Pilot die Landebahn verfehlte, ist noch unklar.

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Nur dieses Kind überlebte den Absturz.

(Foto: AP)

Der Nachrichtensender Al-Arabija berichtete unter Berufung auf die Luftfahrtbehörde in Tripolis, kurz vor der Landung sei ein technischer Defekt in der Maschine festgestellt worden. Diese Angabe wurde von der Fluggesellschaft nicht bestätigt. Die Regierung des Landes ging indes nicht von einem Terroranschlag aus. "Wir schließen die Hypothese definitiv aus, dass der Unfall auf einen Terrorakt zurückzuführen ist", sagte Verkehrsminister Sidan.

Flotte von Airbus-Maschinen

Laut der Website von Afriqiyah Airways verfügt die Firma über eine Flotte von Airbus-Flugzeugen. Die Fluglinie wurde im April 2001 gegründet und begann ihren Betrieb mit fünf geleasten Maschinen. Bei einer Luftfahrtmesse in Paris 2007 wurde ein Vertrag über den Kauf von elf neuen Airbus-Maschinen unterzeichnet. Nach den Turbulenzen im europäischen Luftverkehr wegen der isländischen Aschewolke hatte Al Afriqiyah am 21. April angekündigt, der Flugverkehr habe sich wieder normalisiert.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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