Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 00:05 Fitch stuft Ukraine wieder höher +++

Die Ratingagentur Fitch stuft das Länderrating für die Ukraine auf "CC" von zuvor "RD" hoch. Grund sei die Restrukturierung der externen Verbindlichkeiten in der vergangenen Woche, teilt die Agentur mit. Ausländische Gläubiger räumten der Ukraine einen zweijährigen Aufschub für anstehende Anleihe-Zahlungen im Wert von fast 20 Milliarden Dollar ein. Eine Bewertung mit "CC" bedeutet eine ungenügende Bonität. Seit Beginn des russischen Angriffs am 24. Februar steckt die Ukraine in einer schweren Wirtschaftskrise. "RD" ist bei Fitch die letzte Stufe vor einem komplettem Zahlungsausfall. Einen Ausblick vergibt Fitch bei Bonitätsbewertungen von "CCC+" oder schlechter

+++ 23:00 Mindestens sechs Zivilisten sterben bei Angriff auf Wohnviertel in Charkiw +++
Durch russischen Beschuss auf die ostukrainische Großstadt Charkiw werden nach örtlichen Angaben mindestens sechs Menschen getötet und weitere 16 verletzt. Ein Hochhaus sei getroffen worden, teilt Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Medien berichteten, dass ein Marschflugkörper in dem Haus eingeschlagen sei und es in Brand gesetzt habe. Gebietsgouverneur Oleh Sinegubow schreibt, dass auch andere Stellen der zweitgrößten Stadt der Ukraine getroffen worden seien. Der Beschuss sei "ziemlich chaotisch". Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht auf Telegram von einem "gemeinen und zynischen Anschlag auf Zivilisten, für den es keine Rechtfertigung gibt und der nur die Hilflosigkeit des Aggressors zeigt". Charkiw war schon in den Nächten zuvor heftig von russischer Artillerie beschossen worden.

 

+++ 22:25 Kiew widerspricht Moskau: Alle US-Raketenwerfer noch intakt +++
Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow widerspricht russischen Meldungen, wonach diese HIMARS-Raketenwerfer zerstört hätten. Laut Resnikow sind noch alle 16 von den USA gelieferten Fahrzeuge intakt.

+++ 21:45 Geheimdienst meldet Bewegung auf der Krim: Russen verstecken ihre Flugzeuge +++
Die russische Luftwaffe versucht ukrainischen Geheimdienstangaben zufolge, nach mehreren Explosionen Kampfflugzeuge und Hubschrauber auf der Krim in Sicherheit zu bringen. Teils würden die Flugzeuge ins Innere der 2014 annektierten Halbinsel überführt, teils auf russisches Festland abgezogen. Das teilt der ukrainische Militärgeheimdienst auf Facebook mit. Beobachtet worden sei die Verlegung von mindestens 24 Flugzeugen und 14 Hubschraubern.

+++ 21:15 Kiew: Russische Militärbasis in Cherson zerstört +++
Die ukrainische Armee zerstört nach eigenen Angaben die russische Militärbasis in der besetzten Region Cherson Nova Kakhovka. Die Abteilung für strategische Kommunikation der Streitkräfte teilt mit, dass nach vorläufigen Daten 10 bis 15 russische Soldaten infolge des Angriffs auf die Basis getötet wurden. Auf Telegram zeigt die ukrainische Grenzpolizei Bilder von ausgebrannten Lastwagen, eingestürzten Gebäuden und Trümmer.
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+++ 20:40 NATO sieht Saporischschja als Bedrohung +++
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg dringt auf eine Inspektion des von Russland kontrollierten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Die russische Besetzung stelle "eine ernsthafte Bedrohung für die Sicherheit dieser Anlage dar", sagt Stoltenberg in Brüssel und fügt hinzu, dass sich dadurch "das Risiko eines nuklearen Unfalls oder Zwischenfalls" erhöhe. "Es ist dringend notwendig, eine IAEA-Inspektion zu ermöglichen und den Abzug aller russischen Streitkräfte zu erreichen", erklärt Stoltenberg. Die russische Kontrolle über die Anlage in Saporischschja "gefährdet die Menschen in der Ukraine, in den Nachbarländern und die internationale Gemeinschaft.".

 

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Krieges können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts/AFP

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