Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 01:50 Selenskyj bekräftigt Forderung nach Luftabwehr-Technik +++

Nach dem Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in der Ostukraine ersucht Präsident Wolodymyr Selenskyj den Westen mit Nachdruck um moderne Luftabwehr-Systeme. Die Ukraine habe schon vor dem Krieg und direkt nach der russischen Invasion darum gebeten, betont Selenskyj in seiner täglichen Videoansprache. "Die Leute im Einkaufszentrum in Krementschuk verdienten die gleiche Sicherheit wie Leute in jedem Einkaufszentrum der Welt, ob irgendwo in Philadelphia oder Tel Aviv oder in einer Einkaufspassage in Dresden."

+++ 00:42 Verband Zukunft Gas zweifelt an Habecks Zeitplan für LNG-Terminals +++
Die von Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck geplante Inbetriebnahme von mindestens zwei LNG-Terminals bis Jahresende könnte sich verzögern. "Bislang kennen wir nur von einem dieser schwimmenden LNG-Terminals mit Wilhelmshaven eine klare Umsetzungsperspektive. Die geplanten stationären Terminals haben weiterhin keine abschließenden Investitionsentscheidungen. Hier und bei einigen weiteren regulatorischen Fragen benötigt die Branche endlich Klarheit," sagt Timm Kehler, Vorstand des Verbandes Zukunft Gas, zu "Bild". Um im kommenden Jahr eine Kapazität von 13 Milliarden Kubikmetern Erdgas über die LNG-Terminals zu erreichen, müsse beim Auf- und Ausbau der Kapazitäten weiter Tempo gemacht werden, so Kehler.

+++ 23:30 G7-Gipfel bezeichnet Angriff auf Einkaufszentrum als "Kriegsverbrechen" +++
Der G7-Gipfel verurteilt den Angriff auf ein Einkaufszentrum in der Zentralukraine mit mindestens 13 Toten scharf. "Wahllose Angriffe auf unschuldige Zivilisten sind ein Kriegsverbrechen", erklären die derzeit auf Schloss Elmau in Bayern tagenden Staats- und Regierungschefs der sieben Länder gemeinsam. Russlands Präsident Wladimir Putin und weitere Verantwortlichen für diesen "abscheulichen" Angriff müssten "zur Rechenschaft gezogen werden".

+++ 23:09 Deutsches Finanzsystem bleibt trotz Ukraine-Kriegs stabil +++
Der Ausschuss für Finanzstabilität (AfS) hält die direkten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das deutsche Finanzsystem für begrenzt. Das geht laut Bundesfinanzministerium aus dem jüngsten Bericht des Gremiums für den Bundestag hervor. Die direkten Forderungen gegenüber Schuldnern in Russland, der Ukraine und Belarus seien in der Summe gering. Allerdings sei die Unsicherheit mit dem russischen Angriff auf die Ukraine Ende Februar sprunghaft gestiegen. In den westlichen Ländern sei die Anpassung der Bewertung von Risiken aber überwiegend geordnet abgelaufen. "Zu gravierenden Funktionsstörungen im deutschen Finanzsystem ist es bislang nicht gekommen."

+++ 22:18 Strack-Zimmermann pocht auf Marder-Panzer-Lieferungen +++
Die Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Marie-Agnes Strack-Zimmermann, dringt weiter darauf, der Ukraine deutsche Marder-Schützenpanzer zur Verfügung zu stellen. "Ich werde nicht müde, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der FDP zu fordern, dass aus dem Bestand der Bundeswehr mindestens 50 Marder-Panzer geschickt werden", sagt sie dem TV-Sender "Welt".

+++ 21:47 Gouverneur: Acht Menschen bei Raketenangriff getötet, die für Wasser anstanden +++
In einer Schlange vor einem Tankwagen mit Trinkwasser in der ukrainischen Stadt Lyssytschansk sind bei einem russischen Raketenangriff nach Behördenangaben acht Menschen getötet worden. Weitere 21 wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebiets Luhansk, Serhij Hajdaj, bei Telegram schreibt. "Die Russen haben mit Mehrfachraketenwerfern vom Typ Uragan auf eine Menschenmenge geschossen, als die Zivilisten gerade Wasser aus einer Zisterne holten", erklärt Hajdaj. Lyssytschansk ist die letzte große Stadt in der Region, die noch unter ukrainischer Kontrolle ist, nachdem das russische Militär das benachbarte Sjewjerodonezk eroberte.

+++ 21:35 Hersteller schenkt Ukraine Kampfdrohnen +++
Das türkische Unternehmen Baykar stellt der Ukraine drei Kampf- und Aufklärungsdrohnen vom Typ Bayraktar TB2 kostenlos zur Verfügung. Das Unternehmen twittert, über Crowdfunding hätten Top-Unternehmer und ganz normale Menschen für diesen Zweck Geld gesammelt. Baykar werde aber kein Geld annehmen und die Drohnen kostenlos an die Front in die Ukraine schicken. Bereits Anfang des Monats hatte Baykar nach einer anderen Spendensammelaktion in Litauen zugesagt, kostenlos eine Kampfdrohne für die Ukraine bereitzustellen.

+++ 21:13 Kiew: Raketenabwehrsysteme könnten Tragödien verhindern +++
Das ukrainische Verteidigungsministerium twittert, das Einkaufszentrum in Krementschuk sei von russischen X-22-Raketen getroffen worden. Moderne Raketenabwehrsysteme würden neue Tragödien verhindern. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert immer wieder die Lieferung von Raketenabwehrsystemen.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Kriegs können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, als/hul/mbe/dpa/rts/AFP

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