Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 02:10 USA: Schlangeninsel-Abzug Zeichen für Stärke der Ukraine +++

Die US-Regierung sieht die Rückeroberung der Schlangeninsel als Erfolg für das ukrainische Militär an. Die Behauptung Russlands, der Abzug sei eine Geste des guten Willens gewesen, sei unglaubwürdig, sagte ein ranghoher Vertreter des US-Verteidigungsministeriums. "Die Ukrainer haben es den Russen sehr schwer gemacht, ihre Operationen dort aufrechtzuerhalten", erklärte er dem Pentagon zufolge. Das sei der Grund, warum die Russen die Insel verlassen hätten.

+++ 01:12 Bundesnetzagentur fürchtet Totalausfall der russischen Gaslieferungen +++
Der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, fürchtet einen Totalausfall russischer Gaslieferungen - und appelliert an die Bevölkerung, Energie zu sparen. Die Frage sei, ob aus der bevorstehenden regulären Wartung der Gaspipeline Nord Stream 1 "eine länger andauernde politische Wartung wird", sagte Müller den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wenn der Gasfluss aus Russland "motiviert länger anhaltend abgesenkt wird, müssen wir ernsthafter über Einsparungen reden". Die zwölf Wochen bis zum Beginn der Heizsaison müssten genutzt werden, um Vorbereitungen zu treffen, sagte er.

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+++ 00:19 Selenskyj: Raketenangriff auf Wohnhaus gezielter Terror +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilt den Raketenangriff auf ein Wohnhaus im südukrainischen Gebiet Odessa als "absichtlichen, gezielten russischen Terror". "Es war ein einfaches Haus mit etwa 160 Personen. In ihm lebten gewöhnliche Menschen, Zivilisten", sagte er in einer Videobotschaft. Bisher seien 21 Tote und etwa 40 Verletzte gezählt worden. "Leider steigt die Zahl der Todesopfer." In dem Gebäude seien weder Waffen noch militärische Ausrüstung versteckt gewesen - "wie russische Propagandisten und Beamte immer über solche Angriffe erzählen". Der Einschlag der drei Raketen sei weder Fehler noch Versehen gewesen.

+++ 23:14 Ukraine: Verbindung zu AKW Saporischschja steht wieder +++
Der staatliche Betreiber ukrainischer Atomkraftwerke Energoatom teilt mit, die Verbindung zu den Überwachungssystemen des Atomkraftwerks Saporischschja, dem größten in Europa, sei wieder hergestellt. Das Kraftwerk liegt in einem Gebiet, das russische Truppen erobert haben. Die Wiederherstellung des Datenflusses sei aus "eigener Kraft" gelungen, heißt es von Energoatom. Die Fernüberwachung der Reaktoren war unterbrochen worden, nachdem russische Truppen Mobilfunk-Netze abgeschaltet hatten, über die die Daten übermittelt wurden.

+++ 22:20 Selenskyj: Odessa-Beschuss war Absicht +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnet einen russischen Raketentreffer eines Wohnhauses im südukrainischen Gebiet Odessa als nicht versehentlich. "Das ist ein gezielter Raketenschlag Russlands, Terror Russlands gegen unsere Städte und Dörfer, gegen unsere Menschen, Erwachsene und Kinder", sagt Selenskyj laut Nachrichtenagentur Interfax-Ukraine nach einem Treffen mit dem norwegischen Regierungschef Jonas Gahr Støre in Kiew. Die eingesetzte Rakete sei eigentlich für die Bekämpfung von Flugzeugträgern und anderen Kriegsschiffen konzipiert worden. Drei russische Raketen nahe der Hafenstadt Odessa töteten mindestens 21 Menschen.

+++ 21:45 Pentagon kündigt 820-Millionen-Waffenpaket an +++
Die US-Regierung sagt der Ukraine weitere Militärhilfen in Millionenhöhe zur Verteidigung im russischen Angriffskrieg zu. Mit einem Paket in Höhe von 820 Millionen US-Dollar (etwa 787 Millionen Euro) sollen dem Land weitere Munition für das Raketenwerfersystem vom Typ Himars, zwei Boden-Luft-Raketenabwehrsysteme mit der Bezeichnung Nasams, Artilleriemunition und Radare zur Artillerieabwehr bereitgestellt werden, wie das Pentagon am Abend mitteilt. Ein großer Teil kommt nichts aus Beständen der USA, sondern aus einer Vereinbarung mit der Industrie. Die USA haben der Ukraine seit Kriegsbeginn damit Waffen im Wert von fast sieben Milliarden US-Dollar zugesagt oder geliefert. US-Präsident Joe Biden hatte die neuen Hilfen bereits beim NATO-Gipfel in Madrid in Aussicht gestellt.

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+++ 21:15 "Verharmlosung des Holocaust": Israel empört über Melnyk +++
Auch Israel kritisiert Äußerungen des ukrainischen Botschafters in Deutschland, Andrij Melnyk, über den umstrittenen ukrainischen Politiker und Partisanenführer Stepan Bandera im Zweiten Weltkrieg. Diese seien "eine Verzerrung der historischen Tatsachen, eine Verharmlosung des Holocausts und eine Beleidigung derer, die von Bandera und seinen Leuten ermordet wurden", schreibt die israelische Botschaft in Deutschland auf Twitter. Sie untergrüben zudem "den mutigen Kampf des ukrainischen Volkes, nach demokratischen Werten und in Frieden zu leben".

+++ 20:45 Ukraine: Russland greift Schlangeninsel mit Phosphorbomben an +++
Die Ukraine wirft der russischen Armee vor, die Schlangeninsel im Schwarzen Meer mit Phosphorbomben anzugreifen. Moskaus Truppen hätten am Abend "zweimal einen Luftangriff mit Phosphorbomben ausgeführt", schreibt der ukrainische Armeechef Walerij Saluschny auf Telegram. Erst am Donnerstag hatte die russische Armee ihren Rückzug von der ukrainischen Insel erklärt, die sie zuvor vier Monate lang besetzt gehalten hatte.

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Kriegs können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, chl/mau/dpa/rts/AFP

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