Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker +++ 03:23 Putin: "Spezialoperation läuft nach Plan" +++

Mehr als vier Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine erklärt Kremlchef Wladimir Putin erneut, die Kampfhandlungen liefen planmäßig. "Die Arbeit läuft ruhig, rhythmisch, die Truppen bewegen sich und erreichen die Linien, die ihnen als Etappenziele vorgegeben wurden", sagt Putin vor russischen Journalisten in der turkmenischen Hauptstadt Aschgabat. Dabei wiederholt er die bisherige Darstellung zu den Zielen der "Spezialoperation", wie der Angriffskrieg von der russischen Führung genannt wird. Es gehe darum, den Donbass "zu befreien", die dortigen Einwohner "zu schützen" und "Bedingungen zu schaffen, die die Sicherheit Russlands garantieren würden", so der russische Präsident.

+++ 02:33 Amnesty: Angriff auf Theater in Mariupol war Kriegsverbrechen +++
Amnesty International stuft den russischen Angriff auf das Theater in der ukrainischen Hafenstadt Mariupol als Kriegsverbrechen ein. Einem Bericht der Menschenrechtsorganisation zufolge nahm die russische Armee das Theater Mitte März "aller Wahrscheinlichkeit nach" wissentlich ins Visier, obwohl bekannt war, dass dort hunderte Zivilisten Schutz gesucht hatten. Der Angriff sei höchstwahrscheinlich durch ein russisches Kampfflugzeug erfolgt, das zwei 500-Kilo-Bomben auf das Theater abgeworfen habe, berichtet Amnesty unter Berufung auf Gespräche mit Überlebenden und digitales Datenmaterial. "Allem Anschein nach" habe das russische Militär "vorsätzlich ukrainische Zivilpersonen ins Visier" genommen, sagt Julia Duchrow von Amnesty International Deutschland.
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+++ 01:25 Großbritannien weitet Militärhilfen für Ukraine massiv aus +++
Großbritannien kündigt an, seine Militärhilfen für die Ukraine um eine Milliarde Pfund (knapp 1,2 Milliarden Euro) zu erhöhen und damit fast zu verdoppeln. Insgesamt hat Großbritannien der Ukraine damit Militärhilfen im Umfang von 2,3 Milliarden Pfund zugesagt, erklärt die Regierung. Geliefert werden sollen demnach unter anderem Luftabwehrsysteme, Drohnen und Ausrüstung zur elektronischen Kriegsführung. Russlands Angriffe gegen die Ukraine seien "zunehmend barbarisch", nachdem die vom russischen Präsidenten Wladimir Putin erhofften militärischen Erfolge ausblieben, so Premierminister Boris Johnson. Großbritannien werde weiter hinter der Ukraine stehen, "um sicherzustellen, dass Putin in der Ukraine scheitert".

+++ 23:52 Putin droht Richtung Finnland und Schweden +++
Russlands Präsident Wladimir Putin schließt Medienberichten zufolge nicht aus, dass sich Spannungen in den Beziehungen zu Finnland und Schweden nach deren Entscheidung zum NATO-Beitritt entwickeln. Es gebe mit den beiden Ländern keine "territorialen Differenzen", betont Putin. Sollten in den Staaten jedoch "Militärkontingente und militärische Infrastruktur stationiert werden", wäre Russland gezwungen, in gleicher Weise zu reagieren, zitieren russische Medien das Staatsoberhaupt.

+++ 22:59 Ukraine beendet diplomatische Beziehungen zu Syrien +++
Die Ukraine wird nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj die diplomatischen Beziehungen zu Syrien abbrechen. "Es wird keine Beziehungen zwischen der Ukraine und Syrien mehr geben", sagt Selenskyj seiner abendlichen Videobotschaft. Damaskus hatte zuvor die pro-russischen selbsternannten "Volksrepubliken" Donezk und Luhansk im Osten der Ukraine anerkannt, als erstes Land nach Russland. Syriens Entscheidung sei eine "unbedeutende Geschichte", so Selenskyj. Er warnt jedoch, der "Sanktionsdruck" auf das mit Russland verbündete Damaskus werde noch steigen.
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+++ 22:05 Norwegen liefert drei Mehrfachraketenwerfer an die Ukraine +++
Norwegen sagt der ukrainischen Armee die Lieferung von drei Mehrfachraketenwerfern zu. "Wir müssen die Ukraine weiterhin unterstützen, damit sie ihren Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit fortsetzen kann", erklärt der norwegische Verteidigungsminister Björn Arild Gram. Die Lieferung der Geschütze erfolge in Kooperation mit Großbritannien. Norwegen werde der Ukraine außerdem 5000 weitere Granaten zur Verfügung stellen, fügt Gram hinzu.

+++ 21:31 Energieversorger Uniper bittet Bund um Hilfe +++
Der Energieversorger Uniper kassiert seine Ergebnisprognosen für das laufende Jahr wegen der eingeschränkten Gaslieferungen aus Russland und spricht mit der Bundesregierung über Stabilisierungsmaßnahmen. Das Unternehmen prüfe, wie die Liquidität der Gesellschaft weiter gesichert werden könne, teilt Uniper in Düsseldorf mit. Unter anderem spreche man mit der Bundesregierung über mögliche Maßnahmen wie Garantie- und Sicherheitsleistungen, eine Erhöhung der aktuell noch nicht in Anspruch genommenen Kreditlinien bei der staatlichen Förderbank KfW, aber auch über Beteiligungen in Form von Eigenkapital.

 

Frühere Entwicklungen des Ukraine-Kriegs können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, fzö/ino/dpa/rts/AFP

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