Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:37 Bericht: US-Außenministerium unterstellt Kuba, Kämpfer nach Russland ausreisen zu lassen +++
Laut einem Bericht des US-Nachrichtenportals Axios vermutet die US-Regierung, dass Kuba Tausende Staatsbürger für den Kampf auf der Seite Moskaus im Ukraine-Krieg entsenden könnte. Dem Bericht zufolge hat das US-Außenministerium den Kongress darüber informiert. Das erklärt das Ministerium in einem nicht-klassifizierten, fünfseitigen Bericht vom 8. April. "Die öffentlichen Aufzeichnungen belegen nicht, dass Havanna offiziell alle kubanischen Kämpfer entsandt hat", zitiert das Portal aus der Mitteilung des Ministeriums. "Es gibt jedoch deutliche Anzeichen dafür, dass das Regime den Zustrom wissentlich toleriert, ermöglicht oder selektiv erleichtert hat."
+++ 19:46 Niederlande sagen der Ukraine fast 250 Millionen Euro für Drohnenproduktion zu +++
Auch die Niederlande haben sich beim Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin bereit erklärt, die Drohnenproduktion der Ukraine finanziell mehr zu unterstützen - mit fast 250 Millionen Euro. Das erklärte die niederländische Verteidigungsministerin Dilan Yesilgoz-Zegerius laut Reuters. "Drohnen spielen eine entscheidende Rolle auf dem modernen Schlachtfeld. Die Ukrainer setzen sie mit unglaublichem Geschick ein, um die unaufhörlichen russischen Angriffe abzuwehren", sagte die niederländische Politikerin nach einem Treffen mit ihren Amtskollegen aus den Nato-Staaten und Nato-Generalsekretär Mark Rutte.
+++ 19:18 Schwerer Drohnenangriff trifft Wohnhaus im Süden der Ukraine +++
Russische Streitkräfte haben ein Wohnhaus in der Hafenstadt Odessa mit Drohnen angegriffen. Das meldet die ukrainische Zeitung "Ukrainska Pravda" unter Berufung auf lokale Behörden. Demnach sollen bei dem Angriff eine Person getötet und weitere verletzt worden sein. "Infolge eines feindlichen Drohnenangriffs auf ein Wohngebäude in Odessa wurden Wohnungen im vierten bis sechsten Stock beschädigt, und es brach ein Feuer aus", wird Oleh Kiper, Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Odessa, zitiert.
+++ 18:41 US-Waffen für die Ukraine: Rutte bei Finanzierungszielen "optimistisch" +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte zeigt sich zuversichtlich, dass die Ziele beim Kauf von US-Waffen für die Ukraine in diesem Jahr erfüllt werden können. "Ich bin optimistisch, dass wir den Fluss aus den USA finanzieren werden können", sagte Rutte nach einem Treffen der sogenannten Ukraine-Kontaktgruppe in Berlin. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD zeigte sich "sehr zufrieden", dass bei dem Treffen erneut Geld für die Unterstützung der Ukraine zusammengekommen sei. Mit der Priorisierten Anforderungsliste für die Ukraine (Purl) kaufen Nato-Mitglieder und ihre Verbündeten Waffen aus den USA für die Ukraine, beispielsweise für die Luftabwehr gegen russische Angriffe. Die Rüstungsgüter werden in Paketen von jeweils 500 Millionen Dollar (rund 424 Millionen Euro) erworben. Nach Einschätzung der Nato werden für dieses Jahr von Kiew Purl-Einkäufe in Höhe von mindestens 15 Milliarden Dollar benötigt.
+++ 17:58 Russland: Mehr Drohnen für Ukraine ziehen Europa in Krieg +++
Europäische Pläne zur Ausweitung der Drohnenlieferungen an die Ukraine ziehen diese Länder nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums immer schneller in einen Krieg mit Russland. Das meldet die Nachrichtenagentur Interfax.
+++ 17:18 Bericht: Deutschland stellt Ukraine 300 Millionen Euro für Langstreckendrohnen bereit +++
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius erklärte, Deutschland wird die ukrainische Luftverteidigung und die Fähigkeit für Langstreckenangriffe verstärken. Dafür stellt die Bundesregierung 300 Millionen Euro für Langstreckendrohnen bereit, wie Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius laut einen Ukrinform-Korrespondenten bei der Eröffnung des Treffens der Ukraine-Verteidigungskontaktgruppe in Berlin erklärte. Pistorius betonte demnach, Deutschland werde im Rahmen der Initiative "Sofortmaßnahmen zur Luftverteidigung" mehrere hundert Patriot-Gen-P-Lenkflugkörper liefern. Außerdem soll die Ukraine zusätzliche IRIS-T-Flugabwehrraketenwerfer erhalten. Eine konkrete Zahl nannte der Verteidigungsminister nicht.
+++ 16:29 Gestohlenes Getreide an Bord: Kiew "verärgert" über Israel wegen russischem Schiff in Haifa +++
Die Ukraine zeigt sich verärgert darüber, dass Israel einem russischen Schiff mit mußtmaßlich in der Ukraine gestohlenem Getreide das Anlegen in Haifa gestattet haben soll. "Israel wäre nicht sehr erfreut, wenn wir anfangen würden, Getreide aus dem Iran zu kaufen", sagte der israelische Botschafter Jewgen Kornijtschuk gegenüber der "Times of Israel". "Wir vermeiden das. Wir glauben, dass wir dasselbe von Ihnen im Hinblick auf Russland fordern können." Der ukrainische Spitzendiplomat übergab dem Bericht zufolge Beweise dafür an das israelische Außenministerium. Laut Kornijtschuk wartet Israel jedoch noch auf eine offizielle Anfrage des ukrainischen Generalstaatsanwalts. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte laut der Zeitung "Kyiv Independent", er habe die Angelegenheit in einem Telefonat mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Sa'ar angesprochen. Der russische Massengutfrachter "Abinsk" war Berichten zufolge am 12. April mit fast 44.000 Tonnen Weizen an Bord in Haifa eingetroffen. Das Schiff hat inzwischen den Hafen verlassen und scheint Kurs auf das Schwarze Meer zu nehmen, berichtet die Journalistin Kateryna Yaresko vom SeaKrime-Projekt des Myrotvorets-Zentrums.
+++ 15:50 Armeechef: Ukraine hat im März 50 Quadratkilometer Territorium zurückerobert +++
Die Ukraine hat im März die Kontrolle über fast 50 Quadratkilometer ihres Territoriums von Russland zurückerlangt, wie der Armeechef Oleksandr Syrskyj laut Reuters mitteilt. Dies knüpfe an die seit Jahresbeginn erzielten Erfolge an. Syrskyj fügt hinzu, dass die russischen Streitkräfte angesichts der veränderten Wetterbedingungen ihre Offensivoperationen verstärkt und diese entlang fast der gesamten 1.200 Kilometer langen Frontlinie durchgeführt hätten.
+++ 15:31 "Ich erwarte Vorschläge" - Putin fordert von Regierung Maßnahmen gegen Konjunkturflaute +++
Der russische Präsident Wladimir Putin fordert seine Regierung angesichts schwächelnder Konjunktur zu neuen Maßnahmen zum Ankurbeln der Wirtschaft auf. Er verlange Vorschläge für zusätzliche Schritte, um die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs zu bringen, sagte Putin bei einem Treffen mit Regierungsvertretern in Moskau. Er wolle von ihnen über zusätzliche Maßnahmen hören, die auf eine Rückkehr der Wirtschaft zum Wachstum abzielten. Nach Putins Worten schrumpfte die russische Wirtschaft zwei Monate in Folge. "Ich erwarte Vorschläge für zusätzliche Schritte, um das Wachstum der Binnenwirtschaft wiederzubeleben, Unternehmensinitiativen zu unterstützen und die Beschäftigungsstruktur zugunsten von Sektoren mit produktiveren Arbeitsplätzen und hoher Wertschöpfung zu verbessern", sagte Putin.
+++ 15:09 Generalstab: Russische Radarsysteme, Drohnendepots und Logistikzentren in der Nacht attackiert +++
Ukrainische Truppen haben in der vergangenen Nacht Angriffe auf mehrere russische Militärziele verübt. Wie der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte bei Facebook mitteilt, zielten die Attacken auf Radaranlagen, Logistikeinrichtungen wie Drohnen- und Munitionsdepots, Treibstofflager sowie Truppenstellungen in Russland und den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine ab.
+++ 14:33 London: Ukraine erhält bis Jahresende mindestens 120.000 Drohnen +++
Großbritannien will der Ukraine bis Jahresende mindestens 120.000 Drohnen liefern. Das teilt die britische Regierung mit. Demnach sei das Drohnenpaket das bisher größte aller Zeiten, das London dem ukrainischen Militär zur Verfügung stellt. Das neue Militärhilfepaket umfasst laut Mitteilung unter anderem Tausende von Langstrecken-Kampfdrohnen, Aufklärungsdrohnen, und Logistikdrohnen. Die Auslieferung habe bereits im April begonnen. "Diese massive Aufstockung der kampferprobten Drohnen wird den ukrainischen Streitkräften die notwendigen Fähigkeiten verleihen, um ihre Bevölkerung zu verteidigen und die russische Aggression abzuwehren", wird der britische Verteidigungsministers John Healey in der Mitteilung zitiert.
+++ 13:47 Selenskyj: Alle nötigen Abwehrsysteme in Europa produzieren +++
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj arbeitet sein Land mit europäischen Partnern darauf hin, dass in Zukunft alle nötigen Flugabwehrsysteme und die dafür benötigten Raketen in Europa produziert werden können. Das Gleiche gelte für "jeden Typ Drohne, ohne die wirkliche Verteidigung in der modernen Kriegsführung unmöglich" seien, schreibt Selenskyj auf X. Er dankte Deutschland und Norwegen für neue Abkommen zur Stärkung der ukrainischen Flugabwehr. "Wir müssen darauf vorbereitet sein, alle Arten von Luftzielen abzufangen", so Selenskyj. Die europäischen Bemühungen finden vor dem Hintergrund nachlassender Unterstützung der USA für die Ukraine statt.
+++ 13:17 Selenskyj über Mangel an Abwehrraketen: "Schlimmer geht es nicht mehr" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnt vor Engpässen beim wichtigen Patriot-Flugabwehrsystem. "Wir haben so ein Defizit gerade, schlimmer geht es nicht mehr", sagt Selenskyj in einem ZDF-Interview. Wenn der Iran-Krieg länger dauere, werde es weniger Waffen für die Ukraine geben. Am Dienstag hatten Selenskyj und Bundeskanzler Friedrich Merz verkündet, dass Deutschland einen Vertrag der Ukraine mit dem Rüstungsunternehmen Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen finanzieren wird.
+++ 12:30 1300 Kilometer entfernt: Ukraine greift Chemiewerk tief in Russland mit Drohnen an +++
Über 1300 Kilometer hinweg hat die ukrainische Armee eine Chemiefabrik in der russischen Stadt Sterlitamak mit Kampfdrohnen attackiert. Das Oberhaupt der Teilrepublik Baschkortostan, Radi Chabirow, bestätigte den Angriff, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Er hielt sich an die übliche Darstellung, dass Trümmer abgeschossener Drohnen auf eine Industrieanlage gestürzt seien. Der entstandene Brand werde gelöscht. Von direkten Treffern ist in offiziellen russischen Mitteilungen selten die Rede. Videos aus sozialen Netzwerken legten nahe, dass der Angriff dem petrochemischen Kombinat in Sterlitamak galt. Es produziert unter anderem Flugbenzin. Angaben zu Schäden wurden nicht gemacht. Baschkortostan liegt östlich von Moskau im Süden des Ural-Gebirges. Von der Ukraine ist die Region etwa 1300 Kilometer entfernt. Bei der Abwehr des russischen Angriffskrieges setzt die Ukraine seit Monaten darauf, die Öl und Chemieindustrie tief im Rückraum des Gegners mit Langstreckendrohnen auszuschalten. Damit sollen der Treibstoffnachschub für die russische Armee und die Rüstungsproduktion gebremst werden.
+++ 12:00 Erweiterungskommissarin: Orban-Niederlage gibt EU-Beitritt der Ukraine neuen Antrieb +++
Die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos sieht in der Wahlniederlage des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban einen "neuen Schub" für einen möglichen EU-Beitritt der Ukraine. "Ich persönlich erwarte, dass sich das positiv auf den Beitrittsprozess auswirken wird", sagt Kos am Rande der Frühjahrstagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington. Das Ergebnis der Parlamentswahl in Ungarn am Sonntag bezeichnet sie als "großen Sieg für Europa". Kos erklärt außerdem, Orbans Abwahl werde die Freigabe des beschlossenen EU-Darlehens in Höhe von 90 Milliarden Euro für die Ukraine ermöglichen. Gegen dieses hatte Orban sein Veto eingelegt und damit eine Auszahlung bislang verhindert. "Mit den 90 Milliarden können wir den Finanzbedarf der Ukraine in den Jahren 2026 und 2027 decken", sagt Kos. Die Tisza-Partei des bisherigen Oppositionsführers Peter Magyar hatte die Parlamentswahl in Ungarn am Sonntag klar gewonnen. Magyar hat Reformen und eine bessere Zusammenarbeit mit Brüssel angekündigt und hofft auf eine schnelle Auszahlung bisher blockierter EU-Gelder für sein Land.
+++ 11:30 Hunderte Konten betroffen: Angreifer hacken sich in E-Mails ukrainischer Strafverfolger +++
Hacker mit Verbindungen zu Russland haben sich in den vergangenen Jahren Zugang zu Hunderten E-Mail-Konten von Strafverfolgungsbehörden verschafft. Ziel der Cyberangriffe seien zumeist ukrainische Staatsanwälte und Ermittler gewesen, ergibt sich aus Unterlagen, die die Nachrichtenagentur Reuters einsehen konnte. Aber auch Email-Konten benachbarter Nato-Staaten und in Serbien wurden gehackt. Die Kampagne wirft ein Schlaglicht auf die Bemühungen Russlands, ukrainische Behörden bei der Verfolgung von Korruption und mutmaßlichen russischen Kollaborateuren zu behindern. Eine Gruppe britischer und US-amerikanischer Sicherheitsexperten entdeckte Protokolle dieser Hackerangriffe im Internet. Die Täter hätten die Daten auf einem Server zurückgelassen, erläutert das Forscherteam Ctrl-Alt-Intel in einem Blog-Beitrag. Aus ihnen lasse sich herauslesen, dass mindestens 284 Email-Konten kompromittiert wurden. Der Fehler der Hacker liefere einen seltenen Einblick in russische Spionage-Kampagnen.
+++ 10:30 Analyse: "Der Gewinner im Iran-Krieg heißt Russland" +++
Die USA blockieren die Straße von Hormus. Schiffe, die einen iranischen Hafen als Start oder Ziel haben, werden gestoppt. Doch es gibt bei allem Gezerre um die Meerenge auch einen klaren Gewinner: Russland. ntv-Reporter Rainer Munz erklärt, warum.
+++ 10:00 Bericht: US-Sanktionen auf russisches Öl wieder ohne Ausnahme in Kraft +++
Die US-Sanktionen gegen russische Ölexporte sind laut einem Bericht des Magazins "Politico" nach dem Auslaufen einer Ausnahmeregelung im Zuge des Iran-Kriegs wieder in vollem Umfang in Kraft getreten. Die Regelung, die es Ländern erlaubte, Öl zu kaufen, das sich bis zum 11. April bereits auf hoher See befand, sei am Wochenende ausgelaufen, heißt es. Dem Bericht zufolge antwortete das US-Finanzministerium nicht auf Fragen des Magazins dazu, verwies jedoch auf eine Erklärung von Finanzminister Scott Bessent, der die Lockerung der Sanktionen gegen Russland als "eng gefasste, kurzfristige Maßnahme" bezeichnet hatte. Im März wurden Beschränkungen für russisches Öl aufgehoben, das vor dem 12. März auf Schiffe verladen worden war. Quellen im US-Senat merkten laut "Politico" an, dass das Auslaufen der Ausnahmeregelung kaum Anlass zur Freude für die Ukraine sei, da Russland weiterhin zahlreiche alternative Wege nutze, um sein Öl zu verkaufen. "Schon vor Erteilung der Lizenz gelangte sanktioniertes russisches Öl auf den Markt, da die Trump-Regierung seit über einem Jahr keine Sanktionen gegen Umgehungsversuche Russlands verhängt hat, weder bei Ölverkäufen noch bei kritischen Beschaffungen für die Kriegsmaschinerie des Kremls", zitiert das Magazin einen anonymen demokratischen Senatsmitarbeiter.
+++ 09:10 324 Drohnen und drei Raketen: Ukraine meldet massive Angriffe von Russland +++
Die ukrainische Luftwaffe berichtet über massive Angriffe Russlands in der Nacht: Die russischen Streitkräfte hätten die Ukraine mit 324 Drohnen und drei ballistischen Raketen angegriffen, hieß es. Den Angaben zufolge konnte die Flugabwehr 309 Drohnen abfangen oder stören, es seien aber mehrere Treffer verzeichnet worden. Zu den Schäden machte die Luftwaffe keine Angaben, aus mehreren ukrainischen Regionen gab es am Morgen aber Berichte über Tote und Verletzte.
+++ 08:40 Verletzte und Schäden bei Angriffen auf Dnipro und Odessa +++
Bei einem russischen Angriff auf die Großstadt Dnipro im Osten der Ukraine sind in der Nacht drei Menschen verletzt worden. Laut ukrainischen Behörden löste der Angriff ein Feuer in einem Bürogebäude aus. Die russischen Streitkräfte griffen in der Nacht auch erneut eine Hafenanlage im Gebiet Odessa mit Drohnen an. Dabei seien Lagerhäuser und Bürogebäude beschädigt worden, teilten ukrainische Behörden mit. Verletzte gab es demnach keine.
+++ 08:05 Lawrow: Ukraine soll "Realitäten vor Ort" anerkennen - Russland besteht auf Krim und Donbass +++
Die russische Regierung ist nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tass bereit, Verhandlungen mit den USA über eine "Lösung der Ukraine-Krise" fortzusetzen. Außenminister Sergej Lawrow habe nach einem Besuch bei Chinas Präsident Xi Jinping vor Journalisten betont, dass Moskau dabei weiterhin an den Vereinbarungen festhalte, die im vergangenen Jahr auf dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Kreml-Chef Wladimir Putin in Alaska getroffen worden seien. Dabei müssten die "Realitäten vor Ort" in der Ukraine anerkannt werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehne eine solche Anerkennung ab und bezeichne Gebiete wie die Krim und den Donbass weiterhin als vorübergehend besetzt, so Lawrow dem Bericht zufolge. Das weiche von den in Alaska besprochenen Punkten ab. Russland besteht bei den Verhandlungen etwa darauf, dass die Ukraine ihre Truppen komplett aus dem umkämpften Donbass – das sind die Gebiete Luhansk und Donezk – abzieht, obwohl Kiew da teils noch die Kontrolle hat. Die Krim besetzte und annektierte Russland schon 2014 völkerrechtswidrig, also Jahre vor dem Einfall in die Ukraine im Jahr 2022.
+++ 07:30 Frau bei russischem Angriff auf Saporischschja getötet +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Stadt Saporischschja im Südosten der Ukraine ist laut ukrainischen Angaben in der Nacht eine Frau getötet worden. Sie sei getroffen worden, als sie sich in einem Kiosk in der Nähe einer Bushaltestelle aufgehalten habe, berichtet der Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, Iwan Fjodorow, bei Telegram. Demnach brach infolge des Angriffs auch ein Feuer in einem Wohngebiet aus.
+++ 07:00 Lawrow bei Staatschef Xi: Können Chinas Energieengpässe "ohne Zweifel" ausgleichen +++
Der chinesische Präsident Xi Jinping hat chinesischen Staatsmedien zufolge den russischen Außenminister Sergej Lawrow in Peking getroffen. Xi kam mit Lawrow in der Großen Halle des Volkes in der chinesischen Hauptstadt zusammen, wie der chinesische Staatssender CCTV berichtet. Lawrow hält sich zu einem zweitägigen Besuch in China auf, um die bilateralen Beziehungen auszubauen und über die Kriege im Iran und in der Ukraine zu beraten. Lawrow kündigte einen Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin in China noch in der ersten Hälfte des Jahres 2026 an, wie russische Staatsmedien berichten. Zudem erklärte der russische Chefdiplomat demnach, sein Land könne die im Zuge des Iran-Krieges entstandenen Energieengpässe in China ausgleichen. "Russland kann ohne jeden Zweifel das entstandene Defizit an Ressourcen ausgleichen", sagte Lawrow bei einer Pressekonferenz in Peking. Das gelte für China und "andere Länder, die daran interessiert sind, mit uns zusammenzuarbeiten". Am Vortag hatte Lawrow bereits den chinesischen Außenminister Wang Yi getroffen und dabei Bemühungen zur "Eindämmung" Russlands und Chinas kritisiert. Peking und Moskau sind enge wirtschaftliche und politische Partner. Seit der russischen Invasion der Ukraine 2022 sind die Beziehungen noch enger geworden.
+++ 06:15 US-Vize Vance: "Sollten Finanzierung des Ukraine-Kriegs einstellen" +++
US-Vizepräsident JD Vance hält das Herunterfahren finanzieller Hilfen für die Ukraine für eine der größten Errungenschaften der Regierung von US-Präsident Donald Trump. Bei einer Veranstaltung der rechten Jugendorganisation Turning Point USA berichtete Vance, er habe einer Person ukrainischer Herkunft vor der Wahl von Trump gesagt, dass die USA die "Finanzierung des Ukraine-Kriegs einstellen sollten". Er glaube das "offensichtlich" immer noch. "Das ist eines der Dinge, auf die ich in dieser Amtszeit am stolzesten bin. Wir haben Europa klargemacht: Wenn ihr Waffen kaufen wollt, könnt ihr das tun, aber die Vereinigten Staaten kaufen keine Waffen mehr, um sie in die Ukraine zu liefern."
+++ 04:43 Verteidigungsminister mehrerer Länder beraten in Berlin zu Ukraine-Hilfen +++
Gemeinsam mit seinem britischen Kollegen John Healy empfängt Verteidigungsminister Boris Pistorius am heutigen Mittwoch den ukrainischen Kollegen Mychailo Fedorow sowie Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Berlin. Anlässlich des von Deutschland und Großbritannien geleiteten 34. Treffens der Ukraine-Kontaktgruppe werden weitere Vertreter von Unterstützerstaaten des von Russland angegriffenen Landes zudem digital an dem Treffen teilnehmen.
+++ 03:41 Island und Polen ebnen Weg für Sondertribunal gegen Russland +++
Island und Polen beteiligen sich an der Schaffung eines Sondertribunals "zur Verfolgung des russischen Verbrechens der Aggression gegen die Ukraine". Wie der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha bei X mitteilte, traten beide Länder dem entsprechenden Abkommen innerhalb des Europarats bei. Damit ist die notwendige Unterstützung für die formale Gründung des Gerichts erreicht.
+++ 01:48 Russisches Militär verstärkt Aktivitäten im Gebiet Sumy +++
Russische Streitkräfte verstärken die Pufferzone entlang der Staatsgrenze im Gebiet Sumy, zeigen Daten von DeepState, einer ukrainischen Gruppe von Militäranalysten. Laut deren Daten umfasse das neu entstandene Gebiet russischer Kontrolle entlang der dortigen Grenzregion derzeit rund 150 Quadratkilometer.
+++ 00:13 Ukraine und Norwegen bauen Drohnenkooperation aus +++
Norwegen und die Ukraine unterzeichneten in Oslo eine Verteidigungserklärung mit dem Ziel, die militärische Zusammenarbeit, einschließlich der gemeinsamen Drohnenproduktion, zu vertiefen. Dies geschah im Anschluss an Gespräche zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre, berichtete das Online-Portal "Kyiv Independent".
+++ 22:16 Russische Truppen greifen Industrieanlage in der Region Saporischschja an - Feuer ausgebrochen +++
Russische Streitkräfte haben eine Industrieanlage in der ukrainischen Region Saporischschja angegriffen und so ein Feuer ausgelöst. Der Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, Iwan Fjodorow, teilt dies bei Telegram mit. "Die von den Einwohnern Saporischschjas gehörten Explosionen waren die Folge eines feindlichen Angriffs auf eine Industrieanlage. Auf dem Gelände brach ein Feuer aus", schreibt Fjodorow. Über Tote oder Verletzte liegen noch keine Informationen vor.
+++ 21:34 Drohnen-Attacke: Ukraine meldet sieben Tote - darunter ein Kind +++
Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind nach Behördenangaben sieben Menschen getötet worden, darunter auch ein Kind. Allein in der zentralukrainischen Region Dnipropetrowsk gab es fünf Tote und 27 Verletzte, wie der Gouverneur Oleksandr Hanscha mitteilt. "Der Feind hat vier Bezirke der Region mehr als 30 Mal mit Raketen, Drohnen und Artillerie angegriffen", erklärte Hanscha nach der morgendlichen Angriffswelle. Die Industrieregion ist mehr als 100 Kilometer von der Frontlinie im Osten der Ukraine entfernt. Die russische Armee hat jedoch kleine Teile der Region erobert. Am Nachmittag tötete eine russische Drohne in der frontnahen Stadt Cherson im Süden der Ukraine eine ältere Frau, wie die regionale Staatsanwaltschaft mitteilt. Am Abend tötete eine weitere Drohne einen achtjährigen Jungen in der zentralukrainischen Region Tscherkassy, wie die dortige Militärverwaltung meldet. Neun weitere Menschen wurden demnach verletzt. Auch die Behörden der südukrainischen Hafenstadt Odessa meldeten russische Drohnenangriffe. Getroffen wurden demnach zwei zivile Schiffe und Hafeninfrastruktur.
Alle früheren Entwicklungen können Sie hier nachverfolgen.